Der digitale Anwalt – Künstliche Intelligenzen auf dem Vormarsch

In fast allen Lebensbereichen haben mittlerweile intelligente Systeme und Softwarelösungen Einzug gehalten. Wenn man Experten glaubt, wird die sogenannte Digitalisierung die größte Umstrukturierung seit der industriellen Revolution bedeuten. Neue Technologien verändern unseren Alltag, unsere Art zu kommunizieren und vor allem unsere Arbeitsplätze. Das hat Vorteile. Viele körperliche Tätigkeiten werden leichter, Angestellte werden räumlich und zeitlich flexibler. Große Fortschritte diesbezüglich gibt es bereits in Anwaltskanzleien. Die folgenden zwei Beispiele illustrieren, wo die Reise hingehen könnte.

Per Chatbot gegen Falschparker

Ein Standford-Student hatte unlängst eine zündende Idee. Sein kostenloser Roboter-Anwalt „DoNotPay“ fechtet unrechtmäßig kassierte Strafzettel an. In den ersten zwei Jahren im Amt, gewann der digitale Anwalt bereits 160.000 Fälle. In Form eines Chatbots stellt er Geschädigten zielgerichtete Fragen und versucht rauszufinden, ob das Knöllchen zu Recht ausgestellt wurde. Ergibt ein Einspruch Sinn, so wird der Parkende direkt auf entsprechende Ratgeberseiten weitergeleitet. Bislang können Falschparker seine Dienste lediglich in London und New York in Anspruch nehmen. Der Standford-Student bastelt bereits an weiteren Digitalanwälten für HIV-Patienten oder Flüchtlinge, wo Kapital für eine Rechtsvertretung fehlt.

Erster Robo-Anwalt mit fester Stelle

In San Francisco hat kürzlich der erste Roboter-Anwalt seine Arbeit in einer Kanzlei aufgenommen. Derzeit erledigt Ross noch Hilfs- und Zuarbeiten für seine menschlichen Kollegen. Da er über sogenannte künstliche Intelligenz verfügt, könnte sich das bald ändern. Er hat nicht nur sämtliche Gesetzestexte auf Festplatte, er kann auch eigenständig Schlüsse ziehen und Präzedenzfälle auf bestimmte Fragestellungen hin untersuchen. So erledigt er derzeit Vorarbeiten für Anwälte und sichtet Unterlagen und Gesetzestexte. Eine Arbeit, die viele Stunden in Anspruch nimmt und sonst von Berufseinsteigern erledigt wird. Und das beste: Er arbeitet ohne Pause, 24 Stunden am Tag – schneller und wahrscheinlich auch umfassender als seine berufseinsteigenden Kollegen.

Künstliche Intelligenzen bald auch im Mittelstand

Besonders an Ross’ Beispiel wird deutlich, wie viel Potential in der Entwicklung von künstlichen Intelligenzen steckt. Auch im Geschäftsbereich des Mittelstandes werden diese Innovationen große Veränderungen mit sich bringen. Das enorme Kosteneinsparungspotential ist besonders hier attraktiv. Obendrein können mit Hilfe solcher Technologien irgendwann auch regionale Experten die Qualität liefern, die sonst nur Big Player mit viel Erfahrung und enormen Skaleneffekten bieten.

Keine Angst vor neuer Technologie

Wie die Umwälzung durch intelligente Computersysteme abschließend aussehen wird und was diese für den Arbeitsmarkt bedeutet, kann heute noch niemand sagen. Klar sind jedoch zwei Dinge:

  1. Der Umschwung steht vor der Tür. Also können es sich auch KMU nicht leisten, diese Veränderungen zu ignorieren. Wer hier frühzeitig investiert, profitiert von den neuen Situationen am Markt. Denn neue Technologien schaffen neue Geschäftsfelder. Diese schaffen Konkurrenz zu herkömmlichen Geschäftsmodellen und nicht jedes Unternehmen wird hier bestehen können.
  2. Wo Arbeitsplätze verschwinden, werden auch neue geschaffen werden. Wo Marktsegmente verschwinden, entstehen auch neue. Wappnen Sie Ihr KMU für die Zukunft und investieren Sie in den Fortschritt.
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Veröffentlicht von

Simon Schandl
Simon Schandl

Simon Schandl arbeitet bei Greven Medien als Junior Online Marketing Manager. Bevor der gebürtige Bayer seinen Lebensweg nach Köln nahm, hat der studierte Wirtschaftsingenieur als freischaffender Social Media Manager die Kanäle diverser Firmen betreut.

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