Das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung

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Das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung4. November 2008

Eigentlich gackern wir nur ungern über ungelegte Eier, aber das Konjunkturpaket, das die Bundesregierung heute beschließen will, erscheint uns in Anbetracht der wirtschaftlichen Stimmungslage mit geringen Einschränkungen als hinreichend handfest.

Eigentlich gackern wir nur ungern über ungelegte Eier, aber das Konjunkturpaket, das die Bundesregierung heute beschließen will, erscheint uns in Anbetracht der wirtschaftlichen Stimmungslage mit geringen Einschränkungen als hinreichend handfest.
Das von der Bundesregierung geplante Konjunkturpaket wird vor allem steuerliche Vorteile und Zinsverbilligungen beinhalten. So können Haushalte statt bisher um 600 Euro ihre Steuerschuld nun um 1200 Euro mindern, wenn sie eine Handwerkerrechnung vorlegen. Unklar ist jedoch noch, ob die Änderung dauerhaft oder befristet sein soll.
Für Neuwagen soll die Kraftfahrzeugsteuer für ein Jahr entfallen, die zweijährige Steuerbefreiung für Fahrzeuge mit den Emissionsnormen Euro 5 und 6 soll verlängert werden. Allerdings hängt dies noch davon ab, ob die Länder mitmachen, da die Kfz-Steuer Ländersache ist.
Die Automobilindustrie liegt der Bundesregierung als Schlüsselindustrie besonders am Herzen, daher sollen für Autobauer und Zulieferer die Finanzmittel der Europäischen Investitionsbank aufgestockt werden.
Zudem soll die bundeseigene KFW-Bank Privatleute, Unternehmen und Kommunen zusätzlich günstige Kredite in einem Umfang in zweistelliger Milliardenhöhe gewähren. Ein Schwerpunkt sei hierbei die ökologische und energetische Gebäudesanierung.
Der Wirtschaft kommt zudem die befristet geplante Einführung einer degressiven Abschreibung von 30 Prozent zugute. In diesem Fall spart der Unternehmer, wenn er investiert, in den ersten Jahren mehr Steuern als in den folgenden. Auf längere Sicht gleicht sich das zwar steuerlich aus, es bleibt jedoch ein positiver Zinseffekt und Liquiditätsvorteil für den Investor.
Infrastrukturunternehmen werden gerne hören, dass die entsprechenden Investitionen in den beiden nächsten Jahren um je 500 Mio. Euro erhöht werden sollen.

Details voraussichtlich ab Mittwoch auf der Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums,

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