Bahnbrechende Technologien vor dem Durchbruch

Bahnbrechende Technologien 2017 Scanning for personality identification

Bezahlen per Gesichtserkennung, 360-Grad-Kameras oder das Internet der Dinge: Was früher wie Science Fiction klang, scheint heute durchaus möglich, oder es ist sogar schon Realität. Die Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der führenden technischen Universität der USA, präsentieren jedes Jahr eine Liste mit zehn vielversprechenden Technologien, die ihrer Meinung nach jetzt oder in spätestens zehn Jahren den Durchbruch in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Medizin oder Kultur schaffen werden. Branchen-Trendscout stellt hier eine Auswahl dieser „Breakthrough Technologies“ für 2017 vor.

 

Bezahlen per Gesichtserkennung

In China gehört das Bezahlen per Gesichtserkennung seit einigen Jahren zum Alltag. Allein 120 Millionen Menschen nutzen dabei die mobile Bezahl-App Alipay, die mit der Gesichtserkennungs-Software des chinesischen Marktführers Face++ ausgestattet ist. Auch Chinas größte Mitfahrzentrale Didi verwendet die Technologie von Face++, um sicherzustellen, dass die Person hinter dem Steuer eine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Um eine Person zu identifizieren, fixiert die Software von Face++ 83 verschiedene Punkte in Ihrem Gesicht und vergleicht deren Abstände zueinander. Täuschen lässt sich das System auch durch Fotos nicht, weil die überprüfte Person während des Scan-Vorgangs aufgefordert wird, den Kopf zu bewegen oder zu sprechen. Die Gesichtserkennungs-Technologie funktioniert in China freilich deshalb so gut, weil die Volksrepublik ihre Bürger gerne in der Öffentlichkeit mit Videokameras überwacht und deshalb Millionen von Gesichtern in Datenbanken gespeichert sind.

 

360-Grad-Kameras

Möglich sind 360-Grad-Fotos und -Videos schon seit Jahren, allerdings war es lange aufwändig und teuer, die Aufnahmen aus mehreren Kameraperspektiven am Computer zusammenzufügen. Heute gibt es schon für unter 200 Euro Kompaktkameras, die einfach zu bedienen sind. Eine 360-Grad-Kamera kann in alle Richtungen filmen und nimmt 360 Grad horizontal wie vertikal auf. Dabei erfasst sie die gesamte Umgebung. Man kann davon ausgehen, dass sich 360-Grad-Aufnahmen immer mehr durchsetzen werden.

 

Das Internet der Dinge

Im Internet der Dinge (Botnet of things) sind neben herkömmlichen Computern auch viele Millionen Geräte, Maschinen und Gadgets verschiedenster Art, wie digitale Videorekorder oder Webcams, mit dem Netz verbunden. Deshalb weisen die Wissenschaftler des MIT vor allem auf das Sicherheitsrisiko in diesem Zusammenhang hin. Hierbei können Hacker leicht gleichzeitig die Kontrolle über mehrere dieser Geräte übernehmen und sie als Netzwerk (Botnet) benutzen, um andere Computer oder Internet-Seiten anzugreifen. Auf diese Weise legte im Oktober 2016 ein Botnet aus 100.000 gehackten Geräten die gesamte Infrastruktur eines Providers mit Websites wie Twitter oder Netflix lahm. Das MIT warnt davor, dass womöglich noch viel schlimmere Angriffe dieser Art folgen.

Dabei bietet das Internet der Dinge unzählige Möglichkeiten, um neue Dienstleistungen und Jobs zu schaffen. Einzelhändler könnten sich zum Beispiel mit Smart-Home-Kühlschränken vernetzen, um automatisch die Bestellung für ausgegangene Waren entgegenzunehmen. Ebenso wäre denkbar, dass die Kfz-Werkstatt sofort einen Kunden kontaktiert, weil der Auto-Computer ihr einen Motor-Defekt gemeldet hat. Es gibt also viele Wege, wie auch Unternehmer und KMU die Datenströme im Internet der Dinge als Marketing-Instrument für ihr Geschäft nutzen können.

 

Die weiteren Breakthrough Technologies im Überblick

 

Beseitigung von Lähmungen mit Hilfe von Hirnimplantaten und Elektrostimulation (Verfügbar in etwa 10 Jahren)

Selbstfahrende Lkw sollen die Sicherheit auf den Straßen erhöhen und machen gleichzeitig den Beruf des Fahrers überflüssig (Verfügbar in 5 bis 10 Jahren)

Quantencomputer mit bisher unvorstellbarer Leistungsfähigkeit (Verfügbar in 4 bis 5 Jahren)

Heiße Solarzellen, die deutlich mehr Energie produzieren können als bisher (Verfügbar in etwa 10 Jahren)

Gen-Therapie 2.0 stellt unter anderem die Heilung von Krebs und Herzkrankheiten in Aussicht (Bereits verfügbar)

Zellen-Atlas findet heraus, woraus der menschliche Körper wirklich besteht (Verfügbar in 5 Jahren)

Bestärkendes Lernen lässt Computer durch Experimentieren Dinge tun, die ihnen kein Programmierer beibringen kann (Verfügbar in 1 bis 2 Jahren)

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Branchen-Trendscout Team
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