Besseres Marketing durch professionelles Datenmanagement

In der digitalen Werbung wird es immer wichtiger, den einzelnen User direkt mit genau auf ihn zugeschnittenen Botschaften überall online und in Sozialen Netzwerken zu erreichen. Möglich ist dies nur mit Hilfe einer Data-Management-Plattform (DMP), die zunächst alle dabei relevanten User-Daten für das werbetreibende Unternehmen in einer Datenbank sammelt. E-Commerce-Experten glauben, dass sich datenbasiertes Marketing nicht nur für Unternehmen mit großen Werbebudgets, sondern auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durchaus lohnen kann. Hier ein Überblick, wie es prinzipiell funktioniert.

 

Hauptfunktionen einer DMP

Im ersten Schritt sammelt eine DMP Verhaltensdaten von Usern an den digitalen Kontaktpunkten des potenziellen Kunden mit einer Marke oder einem Produkt. Das kann beispielsweise beim Besuch eines Online-Shops oder einer Themen-Website mit informativen Inhalten zu entsprechenden Produkten geschehen. Weiterhin werden ortsbezogene Daten sowie User-Informationen auf Social-Media-Kanälen gesammelt. Ebenso generieren Werbetreibende User-Daten über Newsletter oder Klicks auf digitale Anzeigen.

 

Mithilfe dieser Daten werden im zweiten Schritt anonyme User-Profile erstellt. Dafür analysiert die DMP das Surfverhalten und die sogenannte Customer Journey beim Einkaufen im Netz. Um die Zielgruppen für Unternehmen möglichst genau zu definieren, werden die Daten segmentiert. Die DMP hält zum Beispiel für jeden User fest, zu welcher Uhrzeit er einen Online-Shop besucht hat, welche Produktseiten er im Detail aufgerufen hat, oder welchen Browser er verwendet. Jedem User wird außerdem eine anonyme Identifikationsnummer zugeordnet, damit übereinstimmende User-Profile über Matching-Tabellen zusammengeführt werden können.

 

Auf Grundlage der anonymen User-Profile kann die DMP im dritten Schritt für Werbetreibende passgenaue Marketing-Zielgruppen definieren. Gerade für mittelständische Unternehmen kann es etwa sinnvoll sein, alle Besucher herauszufiltern, die ihren Online-Shop besuchten und sich für ein bestimmtes Produkt interessierten, aber den Shop ohne Kauf wieder verlassen haben. So kann der User mit einer auf ihn individuell abgestimmten Werbebotschaft direkt erreicht werden.

 

Werbetreibende Unternehmen können also relativ genau die Kriterien festlegen, um über eine DMP Zielgruppen herauszufiltern. Danach gilt es, den sogenannten Targeting-Prozess zu starten und die Werbebotschaften gezielt über Suchmaschinenwerbung, Display-Werbung, einen Adserver oder in Echtzeit personalisierte Werbeinhalte auf der eigenen Website an die User zu adressieren.

 

Wie finden Unternehmen die passende DMP?

Bevor ein Unternehmen die Suche nach der passenden DMP startet, sollte es eine Bestandsaufnahme machen und festhalten, über welche Daten es bereits in welcher Menge verfügt, wo diese gespeichert sind und welche Unternehmensbereiche mit diesen Daten arbeiten sollen. Ebenso ist es sinnvoll, vorab eine Strategie festzulegen, welche Art von Daten nach welchen Kriterien von einer DMP gesammelt und nutzbar gemacht werden sollen. Es ist weiterhin hilfreich, schriftlich genau festzulegen, welche Anforderungen eine DMP aus Sicht des eigenen Unternehmens erfüllen muss. Erfahrungswerte und Empfehlungen anderer Unternehmen über DMP-Anbieter können ebenfalls wertvolle Informationen für die Auswahl liefern.

 

Um DMP-Anbieter und ihren Service persönlich kennenzulernen, ist es empfehlenswert, sie zu einer Präsentation ins eigene Unternehmen einzuladen. Kommt ein DMP-Anbieter in die engere Auswahl, sollte nach Möglichkeit ein Testlauf vereinbart werden, um zu gewährleisten, dass die Data-Management-Plattform die vereinbarten Leistungen erfüllt. Grundsätzlich ist es wichtig für Unternehmen, sich ausreichend Zeit für die Auswahl eines DMP-Dienstleisters zu nehmen, was im Schnitt mindestens sechs Monate in Anspruch nimmt. Die monatlichen Lizenzkosten können je nach Anbieter zwischen ein paar Tausend Euro und einem fünfstelligen Eurobetrag variieren (Quelle: www.internetworld.de).

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Branchen-Trendscout Team
Branchen-Trendscout Team

Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

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