Cookies – die unsichtbaren Datensammler

Cookies

Wer kennt das nicht: Gerade noch nach einem neuen Paar Winterschuhe oder einem Kühlschrank recherchiert und schon werden, wie von Zauberhand, beim Surfen auf diversen Webseiten überall Angebote von Schuhen oder Küchengeräten ausgespielt. Möglich wird das durch sogenannte Cookies. Sie ermöglichen Webseitenbetreibern das Such- und Surfverhalten Ihrer Besucher auszuwerten. Was Cookies noch können und wie Sie Kontrolle über Ihre Daten bekommen können, verrät Branchen-Trendscout in diesem Artikel.

 

Was ist ein Cookie?

Ein Cookie beinhaltet Textdaten über einen Nutzer. Diese werden im Browser eines Users gespeichert und helfen einer Webseite zu erkennen, ob der Nutzer diese Webseite bereits vorher einmal besucht hat. Zudem geben Cookies beispielsweise darüber Aufschluss, welche Unterseiten interessant waren und wie lange der Besuch gedauert hat. Aus diesen Informationen können individuelle Werbeinhalte generiert und ausgespielt werden.

 

Welche Informationen werden gespeichert?

  1. Das Surfverhalten des Users

Cookies sammeln allerhand Daten über das Verhalten von Nutzern, die vor allem Werbetreibenden zu Gute kommen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Dauer des Besuchs auf einer Webseite
  • auf welchen Webseiten-Kategorien der Nutzer unterwegs ist
  • Herkunft des Nutzers (geografisch)
  • über welche Seite dieser auf die Zielseite gelangt ist
  • welches Endgerät dieser nutzt
  • welche grafischen Elemente auf dieser Seite sein Interesse geweckt haben
  • welche Präferenzen der Nutzer hat
  • auch relevante Einstellungen im Browser werden sichtbar

Diese Informationen sind Gold wert für Webseitenbetreiber. Mit bestimmten Tools, wie beispielsweise Google Analytics, kann ausgewertet werden, wie gut eine Seite performt. Zudem werden individuelle Vorlieben von Nutzern deutlich, die eine kostbare Grundlage für das Ausspielen personalisierter Werbung darstellt.

 

  1. Vereinfachungen im Surf-Alltag

Cookies speichern jedoch auch Informationen, von denen der User profitiert:

  • ein Login kann gespeichert werden, sodass sich der User beim nächsten Besuch nicht ein weiteres Mal einloggen muss
  • Produkte im Warenkorb bleiben auch beim Schließen des Browsers erhalten
  • Spracheinstellungen werden für den nächsten Besuch gespeichert
  • getätigte Eingaben, beispielsweise in Formularen, bleiben erhalten und müssen ggf. nicht wiederholt werden

 

 

Gefahren durch Cookies

Da auch Nutzer zahlreiche Vorteile durch Cookies genießen, ist deren Einsatz nicht per se schlecht. Daher ist in den meisten Browsern deren Verwendung auch standardmäßig aktiviert.

  • Tracking: Mit Hilfe von Cookies können spezifische Nutzerprofile erstellt werden, anhand deren Auswertung ein User eindeutig erkannt werden kann. Dadurch ist es beispielsweise möglich, Zielgruppen gerichtete Werbemails zu versenden. Zudem können durch sogenannte Third-Party-Cookies genaue Interessenprofile des Nutzers erzeugt werden. Diese werden in Bannern oder Grafiken über sogenannte Pixel hinterlegt und zeichnen das Userverhalten für Drittanbieter auf. Damit wird es möglich, die Besuche verschiedener Seiten, einer Person zuzuordnen.
  • Öffentliche Rechner: Beispielsweise in Internetcafés nutzen viele verschiedene Personen einen Browser. Gespeicherte Cookies können auf diesem Wege missbraucht werden, beispielsweise wenn Login-Daten gespeichert werden. Ein Löschen beim Verlassen des Browsers minimiert dieses Problem.
  • Cookie-Dropping ist ein Missbrauchsverfahren, das auf Seiten der Vermarkter, und nicht auf Seiten der Nutzer, passiert. Hier werden, für den Nutzer unsichtbar, künstlich Klicks auf Banner erzeugt. Da die Vergütung häufig per Klicks erfolgt, stellt dies eine enorme Gefahr für Werbetreibende dar.

 

Cookies und SEO

Manche Seiten machen eine Nutzung ihrer Inhalte erst nach Akzeptanz von Cookies möglich. Diese Tatsache hat einen entscheidenden Nachteil: Crawler von Suchmaschinen sind in der Regel nicht in der Lage, Cookies zu akzeptieren. Wird so der Zugriff auf eine Seite verhindert, landet diese nicht auf dem Index. Ein Nachteil, der für die meisten Webseiten deutlich spürbar sein dürfte.

 

Die Kontrolle des Nutzers

Cookies speichern stets ausschließlich Informationen für einen spezifischen Browser, nicht für eine konkrete Person. Ihrer Nutzung können im Browser in der Regel Grenzen gesetzt werden.
Folgende Einstellungen sind möglich:

  • Cookies generell nicht annehmen
  • Bestimmte Seiten können ausgeschlossen werden
  • Annahme von Cookies nur mit Zustimmung
  • Der Annahme von Cookies von besuchten Seiten zustimmen, nicht aber von Drittseiten
  • Löschen aller Cookies beim Schließen des Browsers
  • Cookies manuell löschen

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Veröffentlicht von

Branchen-Trendscout Team
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Das Branch-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch die analogen Welt des Marketings.

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