Fake-Likes – Heikles Geschäft mit gefälschten Fans

Ob Social Media oder SEO: Eigentlich gilt im Online Marketing immer, wer viel Interesse auf sich zieht, wird auch noch mehr Interessenten akquirieren. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (kurz: KMU), die über wenig Kapazitäten zur Pflege ihrer Social Media Kanäle verfügen, erliegen da schnell mal der Versuchung, ein bisschen nachzuhelfen. So genannte Fake-Likes sind in diesem Zusammenhang in aller Munde. Ob es was bringt, in Fake-Likes zu investieren und warum vor allem Werbetreibende auf Facebook Ihre Fans im Auge haben sollten, erfahren Sie in diesem Artikel auf Branchen-Trendscout.

 

Viele Klicks bringen viel Aufmerksamkeit

Eigentlich scheint die Idee naheliegend zu sein. Wer viele Likes hat, rankt besser in der Suchmaschine und wird auch vom Verbraucher eher wahrgenommen. Oft muss die Zahl hinter dem gestreckten Daumen als Gütegrad für eine Facebookseite herhalten. Und wenn es eben von Natur aus nicht so recht klappen will, dann ist es heutzutage leicht nachzuhelfen: Zahlreiche Anbieter haben sich auf das Geschäft mit den gekauften Fans spezialisiert. Zudem erklären diverse Video-Tutorials, wie man auch selbst Hand anlegen kann. Gerade für KMU mit oft regional begrenzter Reichweite mag es verlockend klingen, die eigene Präsenz ein bisschen zu pushen. Dabei sollte eigentlich klar sein: Höhere Conversions bringen nicht die Masse an Fans, sondern deren Güte. Diese wiederum gründet sich auf Interaktionen und Engagement der Nutzer. Wer Fake-Likes initiiert riskiert eine Abstrafung von Facebook und verbessert allenfalls nur sehr kurzfristig seine Performance. Wie sie nachhaltig Interaktionen auf Ihren Social Media Profilen steigern können, erfahren Sie in diesem Artikel von Branchen-Trendscout.

 

Klickfarmen im Ausland

Sie können als KMU jedoch auch unverschuldet von Fake-Likes betroffen sein. Deswegen lohnt es sich, seine Fans im Auge zu behalten. Es kursieren zahlreiche Berichte von Unternehmen und Bloggern, die nach dem Schalten von Facebook-Werbung von Likes aus dem arabischen oder asiatischen Raum berichten. Dahinter stecken nicht selten sogenannte Klickfarmen, beispielsweise aus Bangladesch oder dem Irak. Hier sind Angestellte Tag für Tag damit beschäftigt, gegen Geld weltweit Likes zu verteilen. Andere Konzepte versprechen angemeldeten Facebook-Usern bestimmte Credits, wenn diese dafür auf Anweisung, Likes auf bestimmten Seiten verteilen.

Für Firmen, die auf Facebook Werbung schalten ist dies natürlich ein Desaster, da Sie meist pro „Gefällt mir“-Angabe an Facebook Gebühren abführen. Es lohnt sich, neue „Gefällt mir“-Angaben zu monitoren. Verdächtig sind vor allem Profile aus fremdsprachigen Ländern, die hauptsächlich Like-Aktivitäten vorweisen und in keiner logischen Verbindung zu Ihrem Unternehmen stehen. Wenn Sie einen solchen Zugriff befürchten, sollten Sie unbedingt den Kontakt zu Facebook suchen.

 

Facebook geht gegen Fake-Likes vor

Das soziale Netzwerk ist natürlich mit dem Problem vertraut und geht gegen Fake-Likes vor. Denn solche Geschäftsmodelle widersprechen nicht nur den Nutzungsbedingungen des Internetkonzerns, sie verringern auch die Attraktivität des eigenen Werbeangebots und verstoßen zudem auch gegen deutsche Gesetze. Accounts, die nach bestimmten Mustern weltweit Klicks verteilen, werden systematisch analysiert und gesperrt. So konnte bereits vielen großen Anbietern das Handwerk gelegt werden.

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Branchen-Trendscout Team
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Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

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