Keine Zukunft ohne digitalen Wandel – Wie weit ist Deutschland?

Keine Zujunft ohne digitalen Wandel - Wie weit ist Deutschland?

Der digitale Wandel verändert unsere Gesellschaft und die globale Wirtschaft gleichermaßen. Es gibt nur noch wenige Lebensbereiche, wo er nicht spürbar ist. Experten warnen regelmäßig davor, dass Deutschland den digitalen Wandel verschläft und internationalen Standards hinterherhinkt. Wo ist Deutschland auf einem guten Weg ins digitale Zeitalter und wo nicht? Was bedeutet der digitale Wandel für die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen und was ist dabei für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) besonders wichtig?

 

Den Unternehmen droht eine digitale Spaltung

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel als Zwischenziel fordert, jeden Haushalt bis 2018 mit 50 Mbit anzubinden, sagt Prof. Dietmar Harhoff, Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), „50 Mbit pro Sekunde sind beim Internet schon heute zu wenig.“ In ihrem zehnten Jahresgutachten weist die EFI die Bundespolitik aktuell auf die hohe Geschwindigkeit des digitalen Wandels hin und beschreibt die bisherigen Maßnahmen zum Ausbau der digitalen Infrastruktur als „nicht nachhaltig angelegt“. Laut dem Gutachten droht Deutschland, seine langfristig erarbeiteten Wettbewerbs- und Spezialisierungsvorteile zu verlieren, weil auch die Politik den digitalen Wandel bisher zu wenig beachtet und die Informations- und Kommunikationstechnologien zu wenig fördert.

Ebenso drohe Deutschland im Unternehmenssektor eine digitale Spaltung, weil nicht alle KMU die Bedeutung der anstehenden Veränderungen wahrzunehmen scheinen. Dabei hinderten Finanzierungsbeschränkungen kleine und mittlere Unternehmen daran, notwendige Veränderungen konsequent anzugehen, betont Prof. Monika Schnitzer, stellvertretende Vorsitzende der EFI. Deshalb fordert die EFI die Einrichtung eines Programms „KMU Digital“, damit ausschließlich KMU für die Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten eine staatliche Unterstützung erhalten können.

Nachholbedarf sieht die EFI außerdem bei der Förderung von Startups, die besonders zur Bewältigung des digitalen Wandels beitragen, sowie beim bisher begrenzten und wenig nutzerfreundlichen Angebot digitalisierter öffentlicher Dienstleistungen, dem sogenannten „E-Government“. (Quelle: idw-online.de)

 

Deutsche Branchen reagieren oft zu spät

Während klassische Wirtschaftsbranchen in Deutschland durchschnittlich zwei Jahre brauchen, um auf bahnbrechende Veränderungen zu reagieren, hat Airbnb weltweit schon 30 Millionen Gäste an 2.160 Unterkünfte vermittelt und Snapchat in der gleichen Zeit rund 200 Millionen monatliche Nutzer gewonnen, die täglich bis zu 700 Millionen Fotos ins Netz stellen (Quelle: manager-magazin.de).

Ein anderes häufig genanntes Beispiel für dieses Phänomen der Langsamkeit ist, dass die deutsche Autobranche trotz vielversprechender Prototypen bis heute in Sachen Elektroautos und Ladestationen US-Startups wie Tesla das Feld überlässt.

Ebenso nutzen amerikanische Banken seit Jahren das Verschlüsselungsverfahren Blockchain, während die deutschen Banken es bisher versäumt haben, mit Hilfe dieser digitalen Technologie ihre internen Kosten deutlich zu senken.

 

Hier ist Deutschland auf einem guten digitalen Weg

Die folgenden positiven Beispiele für den digitalen Wandel in Deutschland stellt wired.de unter anderem im Rahmen seiner fünfteiligen WIRED-Deutschlandreise vor:

– Die Firma Rieber aus Reutlingen liefert in ihren mit QR-Codes ausgestatteten Behältern sozusagen digitalisiertes Kantinenessen an Großküchen. Die revolutionäre Technologie vereinfacht die Logistik und hilft, die Hygieneordnung einzuhalten. Sie dokumentiert zum Beispiel automatisch, ob die Kühlkette eingehalten wurde. So lässt sich die digitale Spur des Sauerbratens und anderer Speisen quer durch die Republik nachverfolgen. Alle wichtigen Daten landen auf den Servern in der Rieber-Zentrale, wo der Küchenmanager sie jederzeit abrufen kann. Nichts kann nachträglich manipuliert werden und das System warnt sogar per E-Mail, falls irgendwo die Tür einer Kühlkammer aus Versehen offensteht.

– Die Berliner „Factory“ ist in einer umgebauten Brauerei ein Pool für Startup-Gründer. Diese erhalten für 50 Euro im Monat Zugang zu Kaffee und WLAN, während sie ihre Ideen oder Apps entwickeln und gleichzeitig auf Investoren und Unternehmensvertreter treffen können. Hier arbeitet zum Beispiel Martina Schröder an der Schnittstelle von Neu und Alt und erklärt als Social-Media-Beraterin überwiegend Kunden aus der „Old Economy“ die sozialen Medien.

 

Fazit

Beim digitalen Wandel in Deutschland hinken viele Branchen hinterher. Nur Firmen und Unternehmer, die damit einhergehende Neuerungen nutzen, werden auf Dauer konkurrenzfähig sein.

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Veröffentlicht von

Branchen-Trendscout Team
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Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

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