Mit Retargeting wird aus einem Interessenten ein Kunde

Mit Retargeting wird aus einem Interessenten ein Kunde Woman is holding credit card and using laptop computer. Online shopping concept. Close up.

Welcher Shop-Betreiber kennt das nicht? Nutzer besuchen seine Seite, interessieren sich offenbar für eines oder mehrere der Produkte und verlassen den Shop dann doch, ohne etwas zu kaufen. Das Retargeting oder Remarketing ist eine vielfach bewährte Methode, um Besucher erneut zum Besuch eines Online-Shops zu motivieren, den sie zuvor ohne Kauf wieder verlassen haben. Hierbei gilt es, potenzielle Kunden mit individuell auf sie abgestimmten Anzeigen gezielt anzusprechen und zu reaktivieren. Branchen-Trendscout gibt Tipps, wie die Retargeting-Methode erfolgreich angewendet werden kann.

 

Gezielte Ansprache ohne zu nerven

Zunächst ist es wichtig, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Interessenten oder Kunden einzugehen. Ein Neukunde benötigt beispielsweise im Gegensatz zu einem Bestandskunden häufig weitere Informationen über den Shop. Hat ein Kunde den Kaufvorgang abgebrochen, ist es sinnvoll, zu überprüfen, ob er bereits bei der Auswahl des Produkts oder erst beim Zahlungsvorgang abgesprungen ist. So können die Werbebotschaften oder die Zahlungsmöglichkeiten gezielt angepasst werden. Ebenso sollte der Kunde nicht immer wieder mit Werbung für bestimmte Produkte genervt werden, die er inzwischen längst gekauft hat.

 

Technische Möglichkeiten für ein Retargeting

Die Platzierung eines Retargeting-Tags für das Google-Konto eines potenziellen Kunden ist eine Möglichkeit, diesen erneut anzusprechen. Dabei wird mit Hilfe des Tags ein Cookie auf dem Computer oder Gerät von Besuchern einer Webseite hinterlegt. Verwenden diese Nutzer nun die Google-Suchmaschine oder besuchen sie Webseiten, auf denen Anzeigen über das Google-Displaynetzwerk geschaltet werden, wird der Cookie wiedererkannt. So kann der Nutzer als Besucher der ursprünglichen Internetseite identifiziert und individuell für ihn angepasste Werbung angezeigt werden. Unter Verwendung von Cookies ist auch ein Retargeting über Plattformen wie Facebook und YouTube möglich. Mit der Google-Funktion „Similar Audiences“ können direkt Nutzer und neue Zielgruppen mit Werbung angesprochen werden, die womöglich ähnliche Interessen wie bereits in Retargeting-Listen gespeicherte Nutzer haben. (Quelle: www.ironshark.de).

 

Ebenso hilfreich kann die Verknüpfung der Kundendatenbank oder des CRM-Systems mit der Retargeting-Kampagne sein, um so den Erfolg bei der Aussteuerung von Anzeigen zu steigern. Informationen darüber, ob es sich um einen Premium-Kunden handelt, ob die Person nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen gesucht hat oder ob sie beispielsweise über ein Kunden-Konto verfügt, helfen dabei, den potenziellen Kunden und sein Kaufverhalten besser einzuschätzen. Empfehlenswert ist es außerdem, Interessenten zu animieren, sich ein Benutzer-Konto für den jeweiligen Online-Shop anzulegen und dadurch weitere Kundendaten zu generieren. Hierbei kann man dem Interessenten zum Beispiel das Ausfüllen der gewünschten Login-Daten durch einen Kaufgutschein für die erste Bestellung schmackhaft machen (Quelle: www.t3n.de).

 

Den Kunden dort abholen, wo er gerade ist!

Die Auswertung der Anzeigenhistorie und der Frage, für welche Anzeigenformate Interessenten besonders empfänglich sind, geben Aufschluss darüber, wie sie möglicherweise in bestimmten Situationen reagieren. Fühlt sich ein Kunde zum Beispiel eher von Discounts angesprochen, oder wirken bildstarke Anzeigenmotive besonders intensiv auf ihn?

 

Auch die Analyse der einzelnen Schritte, die ein Nutzer bei einem Kaufvorgang durchlaufen hat, können Hinweise dafür geben, wie er in der jeweiligen Phase optimal in seiner Kaufentscheidung bestärkt werden kann. Befindet sich etwa bereits ein Produkt im Warenkorb, so ist dies ein deutliches Zeichen für bestehendes Kaufinteresse. In dieser Situation könnte dem Kunden beispielsweise durch eine individualisierte Werbeanzeige direkt ein Rabatt für das passende Produkt angeboten werden. Hat indessen eine Kundin vorher einen Rock gekauft, zu dem der eigene Online-Shop die passenden Schuhe im Angebot hat, so kann das Retargeting sehr gut für ein so genanntes „Cross-Selling“ genutzt werden.

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Branchen-Trendscout Team
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