Mobile-Marketing: E-Mail, SMS oder Push-Nachricht?

Mobile-Marketing E-Mail, SMS oder Push-Nachricht

Seit einigen Jahren sind die meisten Menschen überwiegend mit Mobilgeräten online, während der Desktop-Bereich weiter an Bedeutung verliert. Umso mehr stellt sich für Unternehmen aktuell die Frage, welchen Kanal sie wann am besten nutzen, um ihre Kunden zu einem bestimmten Zweck zu erreichen. Zur Auswahl stehen dabei in erster Linie Push-Nachrichten, E-Mails oder SMS. Branchen-Trendscout fasst zusammen, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Kommunikationskanäle – je nach Zweck – für das Mobile-Marketing bieten.

 

E-Mails für längere Texte und mögliche Rückbezüge

Nach wie vor sind E-Mails ein Standard. Häufig registrieren sich Kunden per E-Mail, geben Feedback, oder sie werden über Änderungen bezüglich ihrer Benutzer-Konten informiert. Die Textlänge ist unbegrenzt, Nachrichten sind mit dem kompletten Schriftwechsel sehr gut archivierbar und alle Kommunikationspartner können sich zu einem späteren Zeitpunkt leicht darauf beziehen.

Aber macht es Sinn, Informationen über spezielle Angebote per E-Mail zu verschicken? Natürlich könnte es funktionieren, allerdings ist auch die Möglichkeit hoch, dass der Kunde die Angebote zu spät erhält. Auch für eine schnelle Benachrichtigung, dass eine Bestellung ausgeliefert wurde, ist eine E-Mail eher nicht empfehlenswert.

Auf Mobilgeräten erreichen E-Mails eine vergleichsweise niedrige Öffnungsrate von 50 bis 60 Prozent. Für kurze Mitteilungen, die den Kunden schnell erreichen sollen, sind sie also keine gute Option. Für längere und formelle Anschreiben eignen sie sich gut. Damit E-Mails nicht versehentlich im Spam landen, sollte der Name des Unternehmens deutlich im Absender erkennbar sein.

 

SMS halten Kunden mit kurzen Infos auf dem Laufenden

Überzeugende Argumente für die Wirksamkeit von SMS-Nachrichten sind die Öffnungsrate von 98 Prozent sowie die Tatsache, dass rund 90 Prozent der SMS bereits drei Minuten nach der Zustellung gelesen werden. Hinzu kommt, dass Empfänger auch ohne Internetzugang oder das Herunterladen einer App erreichbar sind. Allerdings müssen Kunden vorab ihr Einverständnis geben und sich für den SMS-Service anmelden.

Für kurze und dringende Service-Mitteilungen, wie Auftragsbestätigungen, Lieferungsbenachrichtigungen oder besondere Angebote sind SMS also eine gute Wahl. Ebenso eignen sich SMS für eine sogenannte „Zwei-Faktor-Authentifizierung“. Auch Media-Files und Links lassen sich mit einer SMS versenden, wobei Links eher selten geöffnet werden. Bei Links sollten die Zielseiten für Mobilgeräte optimiert sein.

Gegen den Versand längerer Texte spricht die Begrenzung auf 160 Zeichen.

SMS lassen sich nicht gut archivieren und relativ leicht löschen, deshalb sollten sie nicht für den Versand wichtiger Informationen und Belege verwendet werden, die später noch verfügbar sein müssen. Je nach Mobilfunkvertrag können zusätzliche Kosten anfallen.

 

Push-Nachrichten für mehr Interaktion mit der App

Push-Nachrichten erreichen ähnlich hohe Öffnungsraten wie SMS und sind ebenfalls gut für dringende Informationen, die den Kunden möglichst schnell erreichen sollen. Durch Analyse-Tools in der App lässt sich nachvollziehen, wie erfolgreich Push-Nachrichten sind. Um sie zu empfangen, muss der User allerdings zuerst die App des jeweiligen Unternehmens herunterladen.

Push-Nachrichten erscheinen auf dem Display, ohne dass die zugehörige App geöffnet sein muss. Sie sind weniger aufdringlich als SMS, weil sie den User nicht zwingend bei einer Aktivität auf seinem Mobilgerät unterbrechen. Push-Nachrichten lassen sich jedoch einfach wegwischen und dadurch besonders leicht löschen. Im Vergleich zu SMS verursachen sie niedrige oder keine Zusatzkosten.

Ein großer Vorteil von Push-Nachrichten ist, dass sich Inhalte und Aktivitäten gut personalisieren und spezifizieren lassen. Über „Deep-Links“ können sie User beispielsweise direkt zu einer bestimmten Produktseite im App-Store oder einem anderen Bereich der App leiten.

Audio- und Videodateien lassen sich gut mit Push-Nachrichten verknüpfen. Beinhaltet die App ein Präferenzcenter, kann der Nutzer individuell einstellen, welche Inhalte und Informationen er als Push-Nachrichten erhalten möchte. Die Textlänge ist wie bei SMS limitiert.

 

Je nach Zweck, den richtigen Nachrichten-Kanal wählen

Es ist sinnvoll, sich nicht auf eine der hier genannten Kommunikations-Methoden zu beschränken. Wichtig ist, den richtigen Mix zu finden und sich je nach Ziel und Zweck der Informationen für den Einsatz von E-Mails, SMS oder Push-Nachrichten zu entscheiden. Kunden sollten für ihr Benutzerkonto selbst auswählen können, wie häufig und in welcher Form sie Nachrichten und Informationen erhalten. So landen weniger Nachrichten unnötig im Spam-Ordner und werden auch seltener ungelesen gelöscht.

[contact-form-7 404 "Not Found"]

Veröffentlicht von

Branchen-Trendscout Team
Branchen-Trendscout Team

Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.