Online-Marketing für Ärzte: die Extra-Dosis Aufmerksamkeit

Male doctor working at wooden desk in clinic Online-Marketing für Ärzte: die Extra-Dosis Aufmerksamkeit

Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen nutzen digitale Werbemaßnahmen – 80 % betreiben eine eigene Website. Auch für viele Ärzte ist die eigene Internetpräsenz mittlerweile ein wichtiges Tool, um Aufmerksamkeit und Interesse für ihr Leistungsangebot zu wecken. Dabei war es noch bis ins Jahr 2000 unklar, ob Ärzte überhaupt eine eigene Homepage erstellen und öffentlich zugänglich machen dürfen. Denn ärztliche Werbung unterliegt besonderen Richtlinien. Wir erklären, was Ärzte beim Online-Marketing beachten müssen und geben einen Überblick über digitale Wege zu neuen Patienten.

 

Generell gilt: Ja, Ärzte dürfen werben. Sie können öffentlich über Ihre berufliche Tätigkeit, Ihre Qualifikationen und Ihr Leistungsangebot informieren. Dabei müssen Sie sich an die Rahmenbedingungen halten, die insbesondere durch das Berufsrecht (§ 27 MBO-Ä), das Heilmittelwerbegesetz (HWG) und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) festgelegt sind. Berufswidrige, also anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung, ist grundsätzlich verboten. Nicht erlaubt sind daher zum Beispiel reißerische Inhalte, unklare oder unvollständige Bezeichnungen, Vergleiche mit der Konkurrenz oder die bewusste Herausstellung Ihrer Person statt Ihrer Leistungen und Qualifikationen. Darüber hinaus darf ärztliche Werbung nicht übertreiben, aufdrängen oder belästigen. Das gilt für Inhalt, Form und Platzierung der werblichen Maßnahmen gleichermaßen. Vorsicht also bei Adjektiven, Superlativen und Übertreibungen, bei einer allzu starken Betonung des Preises (egal ob sprachlich oder optisch) und bei Werbung auf Plattformen mit Rabattgutscheinen.

 

Das Herzstück Ihrer digitalen Visitenkarte: die eigene Homepage

Wenn Ärzte aber berufsbezogen, sachlich und angemessen agieren, steht auch den digitalen Werbemaßnahmen nichts mehr im Weg. Die Basis bildet dabei die eigene Homepage. Sie sollte gut strukturiert, aktuell und sauber programmiert sein und potenziellen Patienten Antworten auf die wichtigsten Fragen geben: Wer sind Sie und welche Leistungen, Behandlungen und Therapien bieten Sie an? Was sind Ihre medizinischen Qualifikationen, wo befindet sich Ihre Praxis und wie ist Ihr Praxis-Team aufgestellt? Wann haben Sie geöffnet und wie sind Sie zu erreichen? Informieren Sie über lokale Notdienste von Ärzten und Apotheken und geben Sie Notdienstzeiten, Adressen, Website-Links und wichtige Notrufnummern an.

 

Mobile first

Wichtig ist besonders eine responsive Website, damit Sie Ihren Patienten auch von mobilen Endgeräten einen nutzerfreundlichen Besuch ermöglichen. Das verringert die Absprungrate Ihrer Besucher und erhöht Seitenimpressionen und Verweildauer. Außerdem beeinflusst dies Ihre Sichtbarkeit in den Suchmaschinen – ein entscheidender Faktor, da sie die wichtigste Traffic-Quelle für Ihre Homepage darstellen.

 

Lokal ist Trumpf: lokale Suchmaschinenoptimierung

Apropos Sichtbarkeit: Investieren Sie in Local SEO und Local Listing. Denn 30 % aller Suchanfragen bei Google haben lokalen Bezug – mobil sogar 40 %. Achten Sie daher auf eine passende Keyword-Strategie für Ihre Website, die die Begriffswelten Ihrer Patienten berücksichtigt. Setzen Sie außerdem auf Einträge in Verzeichnismedien. So erhalten Sie viele „Citations“ von glaubwürdigen Seiten, also Nennungen mit lokaler Adresse in Online-Branchenbüchern und Verzeichnissen. Das schafft nicht nur Reichweite sondern auch Transparenz. Ein weiterer Tipp: Nutzen Sie Google My Business und vereinheitlichen Sie Ihre Praxis-Daten im Netz nach dem NAP-Prinzip (Name, Adress, Phone Number). So sind Sie online sichtbar und leicht zu finden. Achten Sie unbedingt darauf, immer mit den aktuellen und korrekten Daten im Netz präsent zu sein – ein wichtiger Faktor, damit potenzielle Patienten Sie insbesondere in dringenden Fällen schnell erreichen.

 

Auf Herz und Nieren geprüft – Empfehlungsmarketing

Bewertungen sind ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung. So recherchieren Kunden heute nach Meinungen und Erfahrungen im Internet, bevor sie sich für einen Dienstleister entscheiden. Laut einer aktuellen GfK-Umfrage von Greven Medien[1] gibt ein Drittel aller Befragten an, dass Bewertungen in Online-Portalen ihre Entscheidung stark bis sehr stark beeinflussen. Das betrifft auch die Entscheidung für einen Arzt. Daher kann es sich lohnen, auf seriösen Arztbewertungsportalen präsent zu sein und dort aktives Bewertungsmanagement zu betreiben. Hier treffen Sie nicht nur potenzielle neue Patienten, sondern erhalten auch wertvolles Feedback zu deren Bedürfnissen. Gleichzeitig kann sich auch hier die Verlinkung zwischen einem Arztverzeichnis und Ihrer Website positiv auf Ihr Suchmaschinen-Ranking auswirken. Wichtig ist hier: Beobachten Sie Ihre Bewertungen, reagieren Sie  zeitnah und seien Sie dialogbereit. Das unterstützt Ihre Glaubwürdigkeit, schafft Vertrauen und zahlt sich langfristig aus.

 

Von der eigenen Homepage über Local SEO und Local Listing bis hin zum Empfehlungsmarketing, unsere Experten beraten und unterstützen Sie bei allen Themen rund um Ihren gelungenen Auftritt im Web. Sprechen Sie uns an wir schreiben Ihnen Ihr persönliches Rezept für die Extra-Dosis Aufmerksamkeit im Netz!

 

[1] Bundesweite repräsentative GfK-Online-Umfrage unter 500 Frauen und Männern ab 14 Jahren.

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Branchen-Trendscout Team
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Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

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