Online-Marketing für Anwälte: Tipps für Website-Content, Suchmaschinenmarketing und Social Media

Online-Marketing für Anwälte

Rund 164.400 zugelassene Rechtsanwälte gibt es 2017 in Deutschland, Tendenz steigend. Die Konkurrenz belebt sprichwörtlich das Geschäft – und erhöht gleichzeitig die Wichtigkeit von wirkungsvollen Werbemaßnahmen, um neue Mandanten zu gewinnen. Das Internet als Werbeplattform ist dabei nicht mehr wegzudenken, denn heute suchen Menschen online nach Rechtsbeistand und Hilfe in Rechtsfragen. Wir geben Tipps, wie Anwälte die eigene Website, Suchmaschinenmarketing und Social Media optimal nutzen  – und was Sie dabei beachten müssen.

 

Was Mandanten wollen: Relevanz schlägt Selbstdarstellung

Die eigene Website ist in Zeiten der Digitalisierung auch für Rechtsanwälte die Basis für einen wirkungsvollen Internetauftritt. Sie sollte gut strukturiert, aktuell und sauber programmiert sein, und – das ist maßgeblich – potenziellen Mandanten Antworten auf ihre Fragen geben. Denn die Sichtbarkeit einer Website ist (auch) stark von der Qualität ihrer Inhalte abhängig, sprich: von der Relevanz. Suchmaschinen bemessen Relevanz nach dem Suchverhalten der User. Dementsprechend sollten Anwälte ihren Website-Content dem tatsächlichen Suchverhalten der potenziellen Mandanten anpassen. Das heißt: Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Mandanten und beantworten Sie konkrete Fragen zu Ihrem Fachgebiet. Zeigen Sie Ihre Expertise und Spezialisierung, geben Sie Praxistipps, leisten Sie Hilfestellung und erläutern Sie fachspezifische Begriffe. Relevanter Content schafft Vertrauen, spricht für Ihre Kompetenz und beeinflusst Ihre Sichtbarkeit im Internet.

Apropos Sichtbarkeit: Achten Sie auf eine responsive Website, die auch von mobilen Endgeräten einen nutzerfreundlichen Besuch ermöglicht. Das verringert die Absprungrate und erhöht die Seitenimpressionen und Verweildauer der Besucher auf Ihrer Website – ein entscheidender Faktor für Ihre Sichtbarkeit in den Suchmaschinen.

 

Mit Sachlichkeit, Stringenz und Lokalbezug punkten

Werbung für Anwälte unterliegt besonderen Richtlinien, die durch die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), die Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) und das Wettbewerbsrecht (UWG) festgelegt sind. Oberstes Prinzip ist dabei die Sachlichkeit. Wenn Rechtsanwälte werben, müssen sie diesem Prinzip in Form, Inhalt und Platzierung entsprechen. Von irreführender, reklamehafter und vergleichender Werbung ist abzusehen. Grundsätzlich gilt also: Kommunizieren Sie klar, verständlich und stringent auf allen Kanälen – und stellen Sie den Nutzen Ihrer Services für potenzielle Mandanten in den Vordergrund:

  • Eindeutig: Es sollte überall sofort und leicht erkennbar sein, ob Sie ein Fachanwalt oder ein Anwalt mit Tätigkeitschwerpunkt sind.
  • Lokal: Achten Sie darauf, Ihren Standort zu hinterlegen – denn 30 % aller Suchanfragen bei Google haben lokalen Bezug, mobil sogar 40 %. Pflegen Sie also Ihr Website-Impressum, da der Grunddatensatz als Basis für das Local Listing dient.
  • Nutzerorientiert: Verwenden Sie sinnvolle Keywords, die den Suchenden inhaltlich ansprechen und die Ihren Schwerpunkt und Standort kommunizieren. Optimieren Sie beispielsweise die Meta Description Ihrer Website, damit Sie bei Google mit den relevanten Daten auftauchen, wie z.B. Fachanwalt + Arbeitsrecht + Köln + Vertrag. Abfindung. Kündigung.
  • Erreichbar: Stellen Sie Ihre Erreichbarkeit gut sichtbar heraus. So ist beispielsweise ein 24-Stunden-Notruf bei Straf- oder Verkehrsrechtlern interessant.
  • Serviceorientiert: Machen Sie es Ihren Mandanten leicht und binden Sie auf Ihrer Website Download-Möglichkeiten für Formulare und Vollmachten an. Kommunizieren Sie Mehrwerte: Hat beispielsweise ein bevollmächtigter Anwalt die Möglichkeit, einen unterbevollmächtigten Anwalt in einer anderen Stadt zu beauftragen, kann dies einen Kostenvorteil für den Mandanten darstellen – stellen Sie das dementsprechend auf Ihrer Website heraus.

 

 

Be social: im Dialog mit potentiellen Mandanten

Für Anwälte kann es sich lohnen, auf den wichtigsten Social Media-Kanälen wie Facebook, XING oder LinkedIn präsent zu sein. Erfahrungsgemäß verzeichnen Anwälte, die ihre Social Media-Kanäle aktiv bespielen, bei gleichen Voraussetzungen deutlich mehr Verkehr auf ihren Webseiten als Anwälte, die in den sozialen Netzwerken nicht stattfinden. Voraussetzung ist die regelmäßige Pflege der Präsenzen und – wie überall im Internet – der relevante Content: Videos zu fachspezifischen Themen, Expertenwissen zu saisonalen Anlässen oder Gastbeiträge auf Blogs unterstreichen Ihre Expertise, laden Fans und Follower zur Interaktion ein und erhöhen Ihre digitale Sichtbarkeit. Mit gutem Social Media-Beispiel voran gehen die Anwaltskanzlei Dr. Drexler aus Bergheim und Solmecke Rechtsanwälte.

Haben Sie darüber hinaus keine Angst vor Empfehlungen und Bewertungen auf Social Media-Kanälen: Sie können nicht nur wertvolles Feedback liefern, sondern auch Ihre Listung bei Google positiv beeinflussen. Bewertungen sind heute ein wichtiger Faktor bei der Dienstleistersuche im Web. Wichtig ist hier: Beobachten Sie Ihre Bewertungen, reagieren Sie zeitnah und seien Sie dialogbereit. Das unterstützt Ihre Glaubwürdigkeit, schafft Vertrauen und zahlt sich langfristig aus.

 

Egal ob Website, Suchmaschinenmarketing, Local Listing oder Social Media, unsere Experten beraten und unterstützen Sie bei allen Themen rund um einen gelungenen Auftritt im Internet. Sprechen Sie uns an!

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Veröffentlicht von

Branchen-Trendscout Team
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Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

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