Produktsuche bei Google nach dem EU-Urteil: Was hat sich geändert?

Produktsuche bei Google nach dem EU-Urteil: Was hat sich geändert?

Im Juni 2017 erregte die EU-Kommission großes Aufsehen, als sie gegen Google eine Rekord-Geldbuße von 2,42 Milliarden Euro verhängte. Dem Konzern wurde Missbrauch der Marktmacht vorgeworfen, weil seine Suchmaschine bei der Produktsuche den Preisvergleichsdienst „Google Shopping“ und Produkte aus Googles eigenen Anzeigen bevorzuge und andere Anbieter benachteilige. Unter Androhung weiterer Strafen hatte der Internet-Riese 90 Tage Zeit, um die Auflagen der EU umzusetzen. Branchen-Trendscout fasst für Sie zusammen, was sich seit dem 28. September 2017 bei der Google-Produktsuche geändert hat.

 

Auch andere Shops erscheinen ganz oben in den Suchergebnissen

Für den User sieht auf den ersten Blick noch alles genauso aus wie vorher. Dabei hat Google inzwischen die Produktsuche in ein eigenes Tochterunternehmen ausgelagert, das genauso wie seine Konkurrenten für die besten Plätze im Ranking bei einer AdWords-Auktion mitbieten muss. Dort erhält der Höchstbietende den Zuschlag. Nun können also auch andere Onlineshops in der Produktsuche ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen, wenn sie einen höheren Betrag als Google selbst bieten.

 

Gleichzeitig darf der Preisvergleichsdienst Google Shopping nicht mehr Geld bieten, um seine Produkte ganz oben in der Suchmaschine zu platzieren, als jeweils bei deren Verkauf eingenommen wird. So wird vermieden, dass Google Shopping andere Anbieter mit unverhältnismäßigen Summen überbietet, um sich weiterhin die exklusivsten Plätze im Ranking zu sichern.

 

Wie GoogleWatchBlog berichtet, verdient Google trotz allem jetzt vermutlich sogar mehr als vorher, weil es einerseits weiterhin die eigene Produktsuche mit Google Shopping betreiben kann und anderseits nun alle Onlineshops ihre Budgets auch in die Google Websuche investieren möchten, um sich die besten Plätze in den Suchergebnissen zu sichern. Das dürfte vor allem im Hinblick auf das anstehende Weihnachtsgeschäft ein wichtiges Argument sein (Quelle: www.googlewatchblog.de).

 

Mittelständler waren die treibende Kraft für die Änderungen

Ausgegangen war die Klage gegen den Konzern von europäischen Mittelständlern, weil diese wesentlich auf Google angewiesen sind, wenn es darum geht, neue Kunden zu gewinnen. So seien mittelständische und kleine Unternehmen vor dem EU-Urteil nach eigenen Angaben im Schnitt erst frühestens auf der vierten Seite der Suchergebnisse von Google erschienen (Quelle: www.zeit.de).

 

Durch die veränderte Situation nach dem EU-Urteil können nun alle Online-Shops und Preisvergleichsdienste um die besten Plätze in der Google-Suchmaschine mitbieten. Dabei müssen sie nicht mehr zwingend den Umweg über Google Shopping nehmen.

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Branchen-Trendscout Team
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Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

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