Schritte zum eigenen Unternehmensblog

Der Unternehmensblog oder Corporate Blog ist einer DER aktuellen Hypes im Online Marketing. Aber Vorsicht! Wer langfristig seine Sichtbarkeit steigern will und wirklich von einem Blog profitieren möchte, der sollte viel Kraft und Budget ins Konzept stecken. Auf Branchentrendscout.de haben wir kürzlich schon über Vor- und Nachteile von Unternehmensblogs berichtet. Die folgende Checklist verrät, welche konkreten Schritte Sie bei der Umsetzung gehen sollten.

Die Vorbereitung

  1. Ihre potentiellen Leser
    • Wer ist Ihre Zielgruppe? Taugt diese als potentielles Blog-Publikum?
    • Was möchten Sie mitteilen? Welchen Mehrwert bildet das für Ihre Zielgruppe?
    • Stecken Sie Ihre realistischen Ziele ab: Reichweite, Feedback und dessen Auswertung, Bekanntheitssteigerung
  2. Analyse Ihrer virtuellen Umwelt
    • Haben Ihre Konkurrenten Blogs und welche Themen bedienen diese?
    • Suchen Sie nach einer thematischen Nische, um sich abzuheben.
    • Sammeln Sie Blogs mit denen Sie sich in Zukunft vernetzen möchten (z.B.: Multiplikatoren, Kritiker, verwandte Leistungsträger)
  3. Keywords
    • Um eine gewisse Sichtbarkeit zu erreichen, sollten Sie zentrale Keywords festlegen, die sie bedienen wollen.
    • Recherchieren Sie per Google-Keyword-Planner verwandte Wörter. Bestenfalls haben diese ein hohes Suchvolumen und wenig Wettbewerb.
  4. Analyse Ihrer Stärken und Schwächen
    • Welche Stärken haben Sie? Welche Chancen bieten diese?
    • Welche Schwächen hat Ihr Unternehmen im Hinblick auf das Blog-Projekt? Wo stecken diesbezüglich Risiken?
    • Hier findet jeder Gedanke Platz: Blick auf die Konkurrenz, Teamsituation, Kundenprofile, Finanzen, inhaltliche Expertise etc.

Das Blogkonzept

  1. Autoren
    • Wie viele Personen betreuen Ihren Blog? Reicht deren Zeit, um mehrfach pro Woche zu bloggen?
    • Holen Sie sich namenhafte Blogger auf Ihrem Gebiet. Das steigert Bekanntheit und stärkt Ihre Expertise.
    • Auch Agenturen können Content liefern.
  2. Themen und Medien
    • Überlegen Sie sich maximal sechs Themen bzw. Kategorien unter denen Sie Artikel verfassen.
    • Im Redaktionsplan sollten Sie eine Art Spannungsbogen hinterlegen, anhand dessen Sie die einzelnen Themen nach und nach vertiefen.
    • Planen Sie die Umsetzung multimedialer Konzepte. Vor allem Videos machen Spaß und regen zur Interaktion an. Entwickeln Sie innovative Formate, die begeistern.
  3. Post-Frequenz
    • Wer gut ranken will und zum regelmäßigen Besuch anregen möchte, sollte seinen Blog wenigstens ein mal pro Woche mit interessanten Inhalten füllen.
    • Studien haben ergeben dass vor allem Montags und Donnerstags in den Vormittagsstunden verstärkt nach Online-News recherchiert wird.
  4. Adresse
    • Welche Rolle spielt Ihr Blog in Ihrer Kommunikationsstrategie? Wird der Blog Teil Ihrer Website oder wird er unter einer eigenen URL erreichbar sein?
    • Wo wird der Blog auf Ihrer Firmenpage verlinkt?

Die Umsetzung

  1. technische Ressourcen
    • Es gibt zahlreiche vorgefertigte Systeme, die Sie beim Aufbau Ihres Blogs nutzen können, wie beispielsweise WordPress, Tumblr, …
    • Diese bieten: bedienbare Oberflächen für Autoren, anpassbare Designvorlagen sowie Plugins. Letztere helfen Ihnen bei der Erfolgsmessung, Einbindung von Social Media, etc.
  2. Redaktionsplan und Content
    • Der publizierte Inhalt sollte über Pressemitteilungen hinausgehen und originelle und exklusive Infos für Ihre Zielgruppe parat haben. Authentizität wird hier groß geschrieben.
    • Eine kurze und prägnante Sprache ist auf Blogs üblich.
    • Erstellen Sie einen langfristigen Redaktionsplan, der regelmäßige Abstände für neue Beiträge sichert.
  3. Verbreitung
    • Zu Beginn sollten Sie zunächst langsam ersten Content aufbauen und Startschwierigkeiten ausmerzen.
    • Wenn Ihre Redaktion stabil läuft wird es Zeit für Werbung und Vermarktung.
    • Kommentieren Sie auf anderen Blogs Beiträge und versuchen Sie dadurch Backlinks zu generieren.
    • Bespielen Sie Ihre Social-Media-Kanäle und binden Sie Interaktionsflächen wie beispielsweise „Teilen“-Buttons ein.
    • Auch klassische Offline-Kanäle wie Flyer, Buttons oder Anzeigen sollten Sie zur Verbreitung in Betracht ziehen.
  4. Interaktion
    • Animieren Sie Ihre Leser zur Interaktion und generieren Sie so wertvolles Feedback.
    • Wichtig sind hier aber auch Verhaltensregelen für Kommentare. Diese sollten zu Beginn veröffentlicht werden und ermächtigen Sie beispielsweise bei Hass-Kommentaren zur Löschung der Posts.

Monitoring

  • Messen Sie ihren Erfolg: Klicks, Besucherzahlen, Absprungraten, Backlinks – Welche Themen kommen an? Hier versteckt sich der eigentliche Nutzen Ihres Blogs: Informationen über Ihre Zielgruppe.
  • Beobachten Sie, wie Ihr Blog auf anderen Plattformen besprochen wird.
  • Ein gutes Werkzeug ist auch hier: Google Analytics.
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Veröffentlicht von

Simon Schandl
Simon Schandl

Simon Schandl arbeitet bei Greven Medien als Junior Online Marketing Manager. Bevor der gebürtige Bayer seinen Lebensweg nach Köln nahm, hat der studierte Wirtschaftsingenieur als freischaffender Social Media Manager die Kanäle diverser Firmen betreut.

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