Social Media Studie: Fünf Erkenntnisse für das Marketing

Social Media Studie Wave 9

Soziale Netzwerke spielen heute eine immer wichtigere Rolle, wenn es um effektives Marketing geht. Dabei wird das Identifizieren von Schlüsselmomenten und Ad hoc-Bedürfnissen immer mehr zum Erfolgskriterium. Umso mehr sollten Unternehmen, aktuelle Entwicklungen im Bereich der Social Media wahrnehmen. Dazu liefert die von IPG Mediabrands in Auftrag gegebene „Social Media Studie Wave 9″ fünf wichtige Erkenntnisse, die Branchen-Trendscout hier für Sie präsentiert.

 

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie:

 

1. Das Smartphone ist das wichtigste Kommunikationsmittel

91 Prozent der deutschen Studienteilnehmer besitzen ein Smartphone, wodurch Deutschland erstmals über dem internationalen Durchschnitt von 88,7 Prozent liegt. Sogar digitale Trendsetter wie die USA (82 Prozent) oder das Vereinigte Königreich (86 Prozent) haben weniger Smartphone-Besitzer zu verzeichnen.

 

Das Smartphone ist demnach als täglicher Begleiter im Leben der Deutschen fest etabliert. Es hat längst für viele Nutzer MP3-Player oder Navigationsgeräte überflüssig gemacht, weil die modernen Mobiltelefone auch diese Funktionen bieten. Entsprechend hoch ist der Einfluss mobiler Endgeräte auf die alltägliche Nutzung von Online-Angeboten jeglicher Art und umso mehr sollten Onlineshop-Betreiber ihre Angebote für diesen Zweck technisch und inhaltlich optimieren.

 

2. Einkaufen mit dem Smartphone muss einfacher werden

Lediglich 31 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich das Smartphone zum Online-Einkauf eignet. Bemerkenswert ist, dass dieser Wert im Vergleich zur letzten Befragung von 2014 mit 32 Prozent sogar rückläufig ist. Noch immer sind stationäre Geräte wie Desktop-Computer mit 67 Prozent und Laptops mit 66 Prozent im deutschen E-Commerce beliebter. Sogar das Tablet rangiert mit 46 Prozent deutlich vor dem Smartphone.

 

Eigentlich sollte das Smartphone aufgrund seiner Verbreitung das Gerät der ersten Wahl sein, wenn es um Online-Einkäufe geht. Dennoch wird sein Potenzial für den E-Commerce längst nicht ausgeschöpft, obwohl es immer dabei ist, wenn Verbraucher unterwegs spontane Kaufimpulse erfahren. Kaufvorgänge mit dem Smartphone müssen also noch deutlich vereinfacht werden.

 

3. Nicht alle Social Media Kanäle erfüllen den gleichen Zweck

Während Facebook für 39 Prozent immer mehr zu einem kontroversen News- und Meinungskanal wird, liefert Instagram den Nutzern als „Happy Place“ vor allem Anerkennung und Selbstbestätigung. Pinterest etabliert sich hingegen als Ort, für Inspiration und Ordnung, der das Leben auf lange Sicht schöner macht. YouTube dient für 54 Prozent der Befragten vor allem für Unterhaltung und Zerstreuung. Jeder Social Media Kanal erfüllt also inzwischen spezifische Nutzerbedürfnisse.

 

Mit den spezifischen Bedürfnissen der Nutzer gehen auch unterschiedliche Ansprüche an die konsumierten Inhalte auf jedem Kanal einher. Werbetreibende müssen sich die Frage stellen, mit welcher Motivation und Erwartung ihre Zielgruppen die einzelnen Plattformen nutzen und wo sie am besten erreichbar sind. Auf allen populären sozialen Kanälen vertreten sein zu wollen, birgt die Gefahr von hohen Streuverlusten. Unternehmen und Marken können also mit gutem Gewissen eine fokussierte Auswahl für ihren Social Media Mix treffen.

 

4. Die Beliebtheit von Snapchat bei Teens steigt rasant

Mehr als 207 Prozent legt Snapchat aktuell in der täglichen Nutzung zu. Dabei bleibt die Plattform allerdings in erster Linie ein reines Medium für Teens, während die Reichweite in ältere Zielgruppen sehr eingeschränkt bleibt.

 

Die Einbeziehung von Snapchat in den eigenen Media-Mix ist im Prinzip nur für Werbetreibende wirklich sinnvoll, die eine Zielgruppe von Teenagern im Alter von 14 bis 19 Jahren erreichen wollen.

 

5. Anonymität im Netz ist für Viele oberstes Gebot

56 Prozent der Befragten wünschen sich absolute Anonymität im digitalen Raum. Mehr als die Hälfte der deutschen User sind dafür sogar bereit, ihre Selbstdarstellung in Social Media einzuschränken, um weniger personenbezogene Daten preiszugeben.

 

Unternehmen sollten also auch dieses Bedürfnis ihrer Zielgruppe nach Datensicherheit nicht unbeachtet lassen. Immerhin sind 58 Prozent der Befragten der Meinung, dass eigene personenbezogene Daten ein Gut sind, für das Werbetreibende bezahlen sollten (Quelle: www. wuv.de).

 

Social Media Studie Wave 9: Für die aktuelle Erhebung wurden mehr als 52.000 Menschen in 78 Ländern befragt (Quelle: www.umww.de/wave9).

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Branchen-Trendscout Team
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