UnBranding: Wir-Gefühl und Ehrlichkeit statt Exklusivität

UnBranding Big Group of friends using cellphones.

Für viele Menschen ist Markenbewusstsein ein wichtiger Teil ihrer Identität. Nach dem Motto „für mich nur das Teuerste und Beste“ möchten sie sich von der Masse abheben und so ihre Individualität betonen. Das sogenannte „UnBranding“ verfolgt ein völlig gegensätzliches Prinzip, auf das in den letzten Jahren auch immer mehr große Unternehmen setzen. Hierbei geht es vielmehr darum, zu vermitteln, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung gut für alle ist. Auf der Grundlage eines Wir-Gefühls begegnen sich Produzenten und Konsumenten auf Augenhöhe.

 

Was macht eine UnBrand aus?

UnBrands oder „Nicht-Marken“ sind leicht adaptierbar und die Menschen identifizieren sich mit ihnen, ohne genau zu wissen, wofür sie stehen. Hauptsache ihre Produkte sind gut und sie funktionieren. Einige große Unternehmen des digitalen Zeitalters haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten bereits bewiesen, dass man beispielsweise sehr gut die gleichen Laptops oder Smartphones an die verschiedensten Zielgruppen oder sozialen Schichten verkaufen kann. Während Marken traditionell über sich sprechen und eine bestimmte Haltung vermitteln, tun Nicht-Marken genau das Gegenteil.

 

Erfolgreiche UnBrands haben oft im kleinen Rahmen angefangen und nicht sofort versucht, eine möglichst große Reichweite zu erreichen, indem sie den Markt mit Werbung überfluten. Eine gewisse Bescheidenheit oder ein schlichter Pioniergeist der Anfangszeit können das Image eines Unternehmens auf lange Dauer positiv prägen.

 

UnBrands schwimmen gerne mal gegen den Strom und folgen nicht wie viele Marken allen gängigen Trends und Moden, um sie auszuschlachten und möglichst viel Profit daraus zu erzielen. Oft gibt es bei UnBrands Personen, die für die Sache stehen und den Menschen das Gefühl geben, dass sie ihre Bedürfnisse genau verstehen. Diese Art, Menschlichkeit zu zeigen und gemeinsam auf ein Produkt oder eine Dienstleistung zu vertrauen, bildet auch die Grundlage im Influencer Marketing, das in vielerlei Hinsicht ähnliche Prinzipien wie das UnBranding verfolgt.

 

In ihrer Werbung sollten UnBrands auf Ehrlichkeit und Authentizität setzen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Werbung unterhaltsam präsentiert wird, allerdings sollten sich die potenziellen Kunden hinterher auch an das Produkt erinnern und nicht nur an den aufwändig gestalteten Werbeclip.

 

Für UnBrands sind Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein wichtige Signale an die Außenwelt. Während Marken häufig Konflikte scheuen und nicht auf öffentliche Kritik reagieren, gehört es zum Selbstverständnis von UnBrands, klar Stellung zu beziehen, authentisch zu bleiben und sich nicht korrumpieren zu lassen (Quelle: www.onlinemarketing.de).

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Branchen-Trendscout Team
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Das Branchen-Trendscout Team berichtet über brandaktuelle Themen zur digitalen wie auch analogen Welt des Marketings.

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