Voice Search auf dem Vormarsch: Was bedeutet das für die SEO?

Noch spielt die Voice Search eine untergeordnete Rolle, wenn es um die Suchmaschinenoptimierung geht, doch angesichts der wachsenden Beliebtheit von Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Home für den Hausgebrauch dürfte das Interesse an der Sprachsuche stetig steigen. Bisher nutzen überwiegend jüngere User die Sprachsuche und greifen am häufigsten von unterwegs darauf zu, was vor allem für lokale Anbieter relevant werden könnte. Welche Maßnahmen sind bei der Voice Search-SEO hilfreich und welche Rankingfaktoren gilt es zu beachten? Hier ein Ausblick:

 

So sehen US-Experten die Entwicklung

Bis 2020 werden 50 Prozent aller Suchanfragen per Voice Search gestellt und 55 Prozent der Teenager sowie 40 Prozent der Erwachsenen nutzen die Sprachsuche schon jetzt täglich nicht nur in Verbindung mit smarten Lautsprechern, sondern auch auf Mobiltelefonen und Tablets (Quelle: www.wix.com/blog).

Laut wix.com ist die Voice Search also definitiv auf dem Vormarsch. Immer mehr Menschen finden demnach gefallen daran, einfache Fragen wie „wo ist die nächste Pizzeria?“ oder „wie ist das Wetter draußen?“ laut zu stellen und darauf von ihrer Suchmaschine direkt eine Antwort zu erhalten, ohne ansonsten einen Finger zu rühren. Das bedeutet, dass sich Suchmaschinen und SEOs künftig darauf einstellen müssen.

 

Welche Rankingfaktoren sind für die Voice Search relevant?

In einem „Webmaster Central Hangout“ auf YouTube gibt John Mueller von Google einige Ratschläge, wie Seitenbetreiber ihre Inhalte für die Sprachsuche optimieren können. Unter anderem empfiehlt Mueller dabei eine Auszeichnung der Websites mit strukturierten Daten nach Schema.org, um die Inhalte für die Algorithmen der Suchmaschinen verständlicher aufzubereiten.

Eine weitere Empfehlung des Google-Experten ist die Einbindung von Snippets für die Voice Search, mit deren Hilfe prägnante Informationen in den Suchanfragen zusammengefasst und somit für die Google-Suchmaschine besser angepasst werden können. Ebenso hält Mueller in diesem Zusammenhang den Einsatz von AMP (Accelerated Mobile Pages) für vorteilhaft.

Laut Mueller kann es außerdem hilfreich sein, den Schreibstil auf einer Website möglichst natürlich zu halten und an die gesprochene Sprache anzupassen, damit der Text ohne Probleme für die Voice Search laut vorgelesen werden kann. Eine übertriebene und geballte Verwendung von Keywords kann hierbei den natürlichen Sprachfluss behindern und sich negativ auf die Suchergebnisse auswirken.

Allerdings räumt Mueller auch ein, dass die Voice Search noch am Anfang steht und deshalb zunächst die Erwartungen der User und ihre gleichzeitig verwendeten Suchphrasen genauer analysiert werden müssen.

 

Eine Studie von Search Engine Land nennt zusätzlich die Page Speed als wichtigen Rankingfaktor, weil bei Voice Search-Anfragen in erster Linie Suchergebnisse von schnell ladenden Seiten angezeigt werden. Darüber hinaus bevorzuge Google bei Suchergebnissen für die Voice Search sogenannte autoritäre Domains und Websites, die bei der Desktop-Suche gut abschneiden.

Weiterhin führt Search Engine Land auf, dass für die Sprachsuche optimierte Suchergebnisse im Schnitt nur 29 Worte lang sind, weshalb Inhalte für die Voice Search nicht zu komplex dargestellt werden sollten.

Die Studie nennt außerdem Entitäten als wichtigen Einfluss auf die Suchergebnisse bei Voice Search-Anfragen. Entitäten werden von Suchmaschinen beispielsweise genutzt, um Beziehungen zwischen gleichlautenden Begriffen, Namen oder Personen herzustellen. Demnach nutzt Google bei der Bestimmung der Suchergebnisse bestimmte Metriken, wie die Verwandtschaft zwischen Entitäten.

Generell empfiehlt Search Engine Land für die Voice Search-SEO den Aufbau einer starken Domain, gute Inhalte, die auch mögliche Folgefragen der ursprünglichen Suchanfrage beantworten sowie Content, der in logische und leicht nachvollziehbare Segmente eingeteilt ist.

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Branchen-Trendscout Team
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