Wie WhatsApp und Tinder zum Marketingtool werden

Soziale Medien sind von den meisten Firmen längst als ein günstiges Marketingwerkzeug erkannt worden. Hierbei gehören Facebook, Instagram, Google+, Pinterest und Co. fast schon zum Standardequipment des digitalen Marketings. Doch es ist auch möglich über andere Kanäle wie WhatsApp und sogar Tinder zu werben. Wir geben einige Anregungen und zeigen Ihnen, was andere Firmen aus den Möglichkeiten dieser Chat-Apps gemacht haben.

WhatsApp – Der direkte Draht zum Kunden

Viele Kunden sehen ihre Profile bei sozialen Netzwerken als eine öffentliche Sache. Ganz anders steht es um WhatsApp. Der internetbasierte Messengerdienst hat längst den Stellenwert der SMS eingenommen. Nachrichten werden privat ohne Einblick von außen verschickt.

Dieses Prinzip können Sie sich in Ihrem Unternehmen zugunsten machen, indem Sie die Nähe zu Ihrem Kunden nutzen. Sie haben die Möglichkeit die Telefonnummern Ihres Kundenkreises auf Ihrer Homepage für Newsletterdienste verbunden mit einer Einwilligung des Kunden abzufragen und diese dann wie bei einem E-Mail-Newsletter per WhatsApp über Neuigkeiten zu informieren. Damit Sie nicht jedem einzelnen Kunden schreiben müssen gibt es einige Tools wie beispielsweise WhatsService, die Ihnen erlauben Newsletter zu versenden oder zentralverwaltet zu chatten.

Für Sie ist hierbei wichtig, dass die genutzten Anwendungen die WhatsApp Richtlinien einhalten, denn die rechtliche Lage zur kommerziellen Nutzung von WhatsApp ist nicht ganz klar. In den Richtlinien der App steht, dass WhatsApp nicht für Spams oder kommerzielle Zwecke genutzt werden darf. Ob diese Richtlinien auch für Deutschland gelten ist aus rechtlicher Sicht jedoch fraglich.
Fakt ist, das WhatsApp bereits gewerblich genutzt wird.

Einige Unternehmen, die WhatsApp schon länger nutzen sind unter anderem die BBC, die einen Teil ihrer Berichterstattung über den Messenger laufen lassen. Auch die E-Plus-Tochter yourfone nutzt WhatsApp für ihren Kundenservice.
Unilever hat in Brasilien eine Marketingaktion für eine neue Mayonnaise gestartet, bei der Köche und Konsumenten mithilfe des mobilen Messengers über Kochtipps chatten konnten.

Tinder – Date mit dem Kunden

Noch näher als mit WhatsApp kommt man den Kunden mit Tinder. Bei Tinder werden dem User Bilder von anderen Nutzern gezeigt, woraufhin sich dieser entscheiden kann, ob die Person auf den Bildern sein Typ ist oder nicht. Wenn die Zustimmung von beiden Seiten kommt, wird ein Chat freigeschaltet und es kann losgeflirtet werden.
Die Autovermietung Sixt hat daher auf Tinder mit einer Guerilla-Aktion eine ganz andere Art von „Abschleppdienst“ angeboten und dem ein oder anderen Tinder User auf ungewohnte Art den Kopf verdreht.
Mit zweideutigen Texten wie „Wenn du auch keine Lust auf etwas Langfristiges hast und nur ein schnelles Abenteuer und etwas zum Ausprobieren suchst, dann sollten wir uns dringend bei mir treffen“ und „ich bleibe auch über Nacht“ hat Sixt genau den Ton getroffen, der für die Flirt-App angebracht war ohne sich zu weit von der eigentlichen Werbebotschaft zu entfernen.

Der Pizzalieferservice Dominos hat sich etwas anderes einfallen lassen und am Valentinstag allen Singles, die auf Tinder auf der Suche nach einem Flirt über den Pizzaboten von Dominos stolperten Rabattgutscheine geschenkt.

Fazit

Zwar sind Tinder und WhatsApp noch nicht flächendeckend als Marketingwerkzeuge eingesetzt, erste erfolgreiche Maßnahmen gibt es aber bereits und laden zum Nachahmen ein. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass der rechtliche Rahmen großzügig eingesetzter Werbekampagnen über die Messenger-Dienste nach wie vor in einer Grauzone liegt.

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Veröffentlicht von

Simon Schandl
Simon Schandl

Simon Schandl arbeitet bei Greven Medien als Junior Online Marketing Manager. Bevor der gebürtige Bayer seinen Lebensweg nach Köln nahm, hat der studierte Wirtschaftsingenieur als freischaffender Social Media Manager die Kanäle diverser Firmen betreut.

2 Kommentare zu „Wie WhatsApp und Tinder zum Marketingtool werden“

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