Auch Steuerberater dürfen werben

Eine Werbung von Steuerberatergesellschaften bedeutet noch lange keinen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Es gilt zwar das Gebot der Sachlichkeit. Doch das verlangt nicht, dass sich der werbetreibende Steuerberater auf die Mitteilung nüchterner Fakten zu beschränken hat. Informationen über die Art der beabsichtigten Zusammenarbeit oder über die Atmosphäre, die bei der Erbringung der Dienstleistungen angestrebt wird, befriedigen ein legitimes Informationsbedürfnis der Nachfrager, so das Bundesverfassungsgericht. Allein aus dem Umstand, dass eine Berufsgruppe ihre Werbung anders als bisher üblich gestaltet, kann nicht gefolgert werden, dass dies berufswidrig wäre.

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bezieht sich auf einen konkreten Fall, in dem die zuständige Steuerberaterkammer mit ihrer zivilgerichtlichen Unterlassungsklage nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), das damals noch in der Fassung des Gesetzes von 1998 galt und inzwischen durch das Gesetz von 2004 abgelöst worden ist, vor dem OLG Erfolg hatte. Sie klagte auf Unterlassung gegen eine Steuerberatungsgesellschaft, die auf einem Straßenbahnwagen über dessen Länge neben ihrem Firmenlogo und ihrer Adresse die Aufschrift anbringen ließ ‚Ihr Partner in Sachen Steuer- und Wirtschaftsberatung‘ und ‚Ihr Dienstleistungszentrum im Herzen von …‘.

Generell gilt also: Werbung als Teil beruflicher Betätigung ist auch dem Steuerberater grundsätzlich erlaubt. Als berufswidrig kann Werbung von der Kammer dann unterbunden werden, wenn das Verhalten den Rückschluss nahe legt, der mit diesen Mitteln Werbende werde nicht Gewähr dafür bieten, aus Rücksicht auf die Steuerrechtspflege und die Interessen seiner Mandanten das persönliche Gewinnstreben zurückzustellen.

Weitere Informationen: Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 26. Oktober 2004 – 1 BvR 981/00

www.bundesverfassungsgericht.de

Autokauf – die Werbung machts

Die Wechselbereitschaft der Deutschen beim Autokauf wurde lange Zeit offenbar deutlich unterschätzt. Rund ein Drittel der Autokäufer, so ergab eine Studie im Auftrag der Gruner + Jahr Mediaforschung und der IP Deutschland, haben sich vor ihrem endgültigen Kauf noch einmal umentschieden. Nur 14 Prozent der Kaufplaner standen unerschütterlich zu Typ und Marke des geplanten Fahrzeugs, so die repräsentative Panelstudie in der jeweils über 1.600 PKW-Kaufplaner zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden. Beachtenswert ist außerdem: je jünger der Käufer, um so höher die Wechselbereitschaft. Bei den unter 35-Jährigen lag die Bereitschaft umzusteigen sogar bei 67 Prozent.

Die Botschaft ist klar: Die Kaufentscheidung ist bis kurz vor dem Kauf noch durch Werbung beeinflussbar. Dabei zeigt sich, dass eine auf ein spezifisches Modell bezogene Werbung weitaus wirksamer ist, als eine Dachkampagne des Herstellers. Diese Erkenntnisse verdeutlichen auch die großen Chancen der Autohändler vor Ort. Wenn es ihnen gelingt, ihre Kunden innerhalb der letzten drei Monaten vor dem Kauf eines neuen Fahrzeugs mit einer geeigneten Modellwerbung zu erreichen und ihr Vertrauen in dieses Modell zu festigen, kann sich die Werbung direkt auf ihren Umsatz auswirken.

Unterstützt werden sollte die absatzfördernde Werbung durch kontinuierliche Information, die beispielsweise über das Internet bereit gestellt wird. Laut Studie besuchen rund 52 Prozent der Befragten die Internetseite des Herstellers. Mit zusätzlichen Mitteln, z.B. attraktiven Gewinnspielen, kann auch ein lokaler Händler die potenziellen Kunden auf seine Internetseite locken. Je interaktiver die Seite gestaltet ist, und je interessanter die Informationen zur Marke und zum Modell, um so größer die Chance, dass eine entsprechende Kaufentscheidung fällt. Werbung und Information sind gerade in den letzten Wochen vor der endgültigen Entscheidung das Zünglein an der Waage.

Mehr Informationen:
www.guj.de
www.ip-deutschland.de

Mobilfunkstrahlen weniger schädlich als angenommen

Entwarnung gab es auch für Handy-Nutzer unter Kindern und Jugendlichen: Die Ergebnisse neuerer Studien weisen zwar darauf hin, dass es hinsichtlich der Strahlenbelastung durch Mobiltelefone Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern gebe, so die Erklärung der Bundesregierung, diese seien aber geringer als bisher angenommen. Ungeachtet dessen wird allen Verbrauchern weiterhin empfohlen, Handys mit möglichst geringer Strahlungsintensität zu benutzen. Auskunft über die Strahlungsintensität eines Handys gibt der so genannte SAR-Wert, ein Wert, der bislang nur knapp einem Drittel der Bevölkerung bekannt ist. Für nur etwa 2 Prozent der Verbraucher ist dieser Wert beim Kauf mit bestimmend. An die Hersteller appellierte die Regierung in diesem Zusammenhang, die Entwicklung strahlungsärmerer Mobiltelefone weiter voranzutreiben und die Verbraucherinformation zu intensivieren.

Erste Suchmaschine für Weiterbildung

Weiterbildung wird in den Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt so gut wie nichts mehr hergibt, immer wichtiger. Angebote, um doch die Chance, an einen lukrativen Job zu kommen, nutzen zu können, müssen den Interessenten leicht zugänglich sein. Deshalb auch die Idee mit der Weiterbildungssuchmaschine im Internet. Diese Suchmaschine ist leicht handhabbar, treffsicher und aktuell. Ihre überwältigende Anzahl von über 22.000 Weiterbildungsangeboten wird von 215 Weiterbildungseinrichtungen aus ganz Nordrhein-Westfalen angeboten und ist für Arbeitnehmer, sowie für Arbeitgeber bestens geeignet. Den nach Weiterbildung suchenden (angehenden) Arbeitnehmern wird ein rascher Vergleich der gefundenen Angebote untereinander (z.B. hinsichtlich des Starttermins, des Stundenumfangs oder des Preises) ermöglicht. Außerdem kann man ganz bequem in einem Themenkatalog nach Kursen suchen und damit wie in einem gedruckten Katalog nach den geeigneten Kursen stöbern. Aber auch für Arbeitgeber, die für ihre Beschäftigten einen Kurs suchen, ist die neue Internetseite wie auf den Leib geschnitten. Die Arbeitgeber können nämlich über den Zugang ‚Auftragsseminare‘ Kurse finden, die speziell auf die Belange eines Betriebs zugeschnitten werden. Ein weiterer Vorteil der Suchhilfe ist, dass für eine exakte Suche ein Schlagwortkatalog mit speziellen Suchbegriffen für die Weiterbildung zur Verfügung steht. Man kann im Zuge der Weiterbildung sogar über www.webkolleg.nrw.de mit dem Internet lernen, womit E-learning und Präsenzunterricht verbunden wird. Falls man wider Erwarten nicht mit der Suchmaschine zurechtkommen sollte, steht das Call Center NRW unter 0180 / 3 100 110 von 8.00 bis 18.00 Uhr allen Fragenden zur Verfügung.
Diese Suchhilfe nach Angeboten zur Weiterbildung ist ein Lichtblick, denn man findet eine große Auswahl an Angeboten mit nur einem Mausklick.

Familienbetriebe erhalten einen eigenen Index

Das ist Grund genug dafür, dass in Zukunft auf die Familienbetriebe besonders eingegangen wird. Ab dem 3. Januar kommenden Jahres geht die Deutsche Börse mit einem auf Familienunternehmen spezialisierten Aktienindex an den Start. In diesem Index werden mehr als 120 eigentümergeführte Unternehmen im neu geschaffenen Index Gex abgebildet.

Der Index für Familienbetriebe stützt sich, im Gegensatz zu den bereits bestehenden Indizes, bei der Auswahl der Unternehmen auf Kriterien, die sich nicht aus dem täglichen Handeln der Aktien ergeben. Ein starkes Kriterium für die Auswahl der Unternehmen ist die Eigentümerstruktur und der Dauer der Kapitalmarktzugehörigkeit. Die Unternehmen müssen von Eigentümern geführt sein, die mindestens ein Viertel der Anteile halten. Des Weiteren dürfen die Unternehmen nicht länger als zehn Jahre börsennotiert sein. Auch die Registrierung der Unternehmen im Prime Standard, welcher durch seine hohe Transparenzanforderung charakterisiert wird, ist eine Voraussetzung der Gex-Bewerber. Anders als in den klassischen Auswahlindizes wird es im Gex aber keine Begrenzung der hier notierten Unternehmen geben. Derzeit erfüllen ca. 130 Firmen die Kriterien für die Aufnahme in den Index, welche damit wiederum 2,5 Prozent der Marktkapitalisierung des Prime Standards repräsentieren. Eine Parallele zu den bisherigen Indizes ist die Grenze des Anteils für den Wert zur Gewichtung eines Unternehmens: er ist auf maximal 10 Prozent beschränkt. Ins Leben gerufen hat den neuen Index eine gemeinsame Studie der Deutschen Börse mit dem Center for Entrepreneurial and Financial Studies der Technischen Universität München. Diese zeigt, dass sich Familienunternehmen an der Börse deutlich besser schlagen als die Auswahlindizes. Der neue Index bringt eine große Chance für mittelständische Unternehmen, sich noch attraktiver für qualifizierte Kräfte zu präsentieren und den mit hektischen Umbauten belasteten Großkonzernen Paroli im Wirtschaftsleben zu bieten.

Weitere Informationen:
www.finanzen.net
F.A.Z., www.faz.net

Zahlt sich aus: Top-Internet-Auftritte für Handwerker

Die aktive Teilnahme an dem mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Wettbewerb zeigt, dass auch am Handwerk der virtuelle Trend nicht vorbei geht. Statt dessen demonstrieren die Sieger eindrucksvoll, dass das Internet für sie ein wichtiges Instrument nicht nur zur effizienten Steuerung des Kundendienstes ist, sondern auch hilft, neue Kunden zu gewinnen, wenn die Kundenansprache stimmt. Dies zumindest wird dem Preisträger www.wegenerservice.de bescheinigt. Die Seite des Leipziger Unternehmens wird – dank einer konsequenten Umsetzung – sowohl von Kunden wie Monteuren intensiv genutzt.

Interaktivität bindet Kunden – sofern sie nicht nur als Spielerei betrieben wird, sondern als echte Hilfestellung aufzufassen ist. Dies ist dem zweitplatzierten ‚Web-Meister‘ mit www.krieger-schramm.de gelungen, ein Internetauftritt für private Bauherren, Architekten und öffentliche Auftraggeber. Kaum ein anderes Medium erlaubt so viel Internationalität in Kunden- und Lieferantenbeziehungen wie das Internet. Durch die professionelle Verknüpfung der Produkt- und Kundendatenbanken bietet die drittplatzierte Website des Wettbewerbs www.ortho-systems.de eine überzeugende Funktionalität und Prozesseffizienz. Die Verantwortlichen beweisen, dass mit einem kleinen Team und einer Top-Umsetzung im Internet, auch das Ausland mit spezialisiertem Angebot bedient werden kann.
Sonderpreise der Jury gingen in diesem Jahr an drei Unternehmen aus den Branchen Zahntechnik (www.zahntechnik-strassburger.de), Grabmale/Steinmetz (www.grabmal-portal.de) und Bäckereibetriebe (www.backstube.saarland.de).

Ein klares Indiz, dass das Internet nicht nur internationale Grenzen überwindet, sondern auch für alle Branchen ein wertvolles Instrument zur Kundengewinnung und Kundenbindung sein kann. Voraussetzung ist jedoch: ein klares stringentes service-orientiertes Konzept und eine einfache, unkomplizierte Userführung. Im Internet ist die Realisierung von Hightech&Hightouch möglich, der idealen Kombination von Super-Technologie mit dem ganz persönlichen Service Ihres Unternehmens.

Weitere Informationen unter www.bmwa.bund.de;
www.t-com.de/handwerk,
www.internetpreis.zdh.de und
www.impulse.de.

BMBF fördert Konzepte zur Nutzung innerstädtischer Brachflächen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beabsichtigt mit seinem Schwerpunkt ‚REFINA‘ die Entwicklung und Erprobung innovativer Konzepte für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme zu fördern. Bei diesem Förderschwerpunkt werden besonders die relevanten Interessengruppen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft von Anfang an mit einbezogen, so dass Fragestellungen in enger Zusammenarbeit mit der Praxis bearbeitet werden. Ziel der Fördermaßnahmen ist die Erarbeitung und Umsetzung von beispielhaften fachdisziplinenübergreifenden Planungs- bzw. Managementkonzepten sowie von innovativen Strategien für die Verminderung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement.

Diese Förderung wird in drei Schwerpunktbereiche eingeteilt.

1. Beispielhafte Modellkonzepte eines innovativen Flächenmanagements für ausgewählte Regionen unter unterschiedlichen Entwicklungsbedingungen: Bei diesem Konzept sollen neue Lösungen für ein innovatives Flächenmanagement erarbeitet werden. Diese Modellkonzepte sind für einzelne Standorte, Kommunen oder Regionen zu entwickeln.

2. Analysen, Methoden, und Bewertungsansätze für ein nachhaltiges Flächenmanagement und Flächenrecycling:
Dieser Schwerpunktbereich beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des vorhandenen Instrumentariums für ein nachhaltiges Flächenmanagement. Eine methodische Weiterentwicklung muss dementsprechend immer im Zusammenhang mit einem praktischen Anwendungsfall zu realisieren sein.

3. Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationsstrukturen: Diese Förderung zielt auf eine Verbesserung des Problembewusstseins und des Wissens in der Öffentlichkeit ab.

An diesem Konzept des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sieht man sehr gut, dass Nachhaltigkeit und die Planung neuer Immobilien sehr gut im Einklang durchzusetzen sind.

Weitere Informationen: www.bmbf.de