Eignungstest für Azubis: IHK-Service für Ausbildungsunternehmen

Nicht erst seit die ersten Ergebnisse der Pisa-Studie bekannt wurden, zeigt sich, dass die schulische Bildung von Jugendlichen oft zu wünschen übrig lässt. Oft reichen die Kenntnisse der Schulabgänger für den angestrebten Ausbildungsberuf nicht aus und die Grundvoraussetzungen für eine Ausbildung werden nicht erfüllt. Es hapert vor allem am Rechnen und an entsprechenden Rechtschreibkenntnissen, das ist die Erfahrung der Unternehmen. Ein Eignungstest soll die künftigen Azubis bereits frühzeitig auf ihre Defizite aufmerksam machen und ihnen genügend Zeit einräumen, sich für eine Bewerbung zu wappnen. Die Ausbildungsbetriebe können so Zeit und Kosten sparen und sich damit auch mehr und besser auf die Betreuung der geeigneten Auszubildenden konzentrieren. Der erste Test fand bereits am 18. März 2005 statt.

Mit dem Test wird vor allem das Leistungsniveau in Rechtschreibung und Wortschatz sowie die rechnerischen Grundfähigkeiten, aber auch Konzentrationsfähigkeit und Allgemeinwissen überprüft. Ein Standardtest dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Bewerber für gewerblich-technische Ausbildungsberufe können weiterhin eine zwanzigminütige Zusatzprüfung absolvieren, in der unter anderem technisches Verständnis abgefragt wird. Die Ergebnisse aus diesen Tests stehen im Anschluss den Unternehmen zur Verfügung – für IHK-Mitglieder kostenlos.

Der IHK-Eignungstest ist ein weiterer Baustein im Mosaik der IHK-Angebote zur aktiven Unterstützung der Ausbildungsbetriebe bei der Schaffung neuer Lehrstellen. Seit einiger Zeit bereits gibt es Ausbildungsberater und Ausbildungsplatzwerber der IHK, die Firmen über Ausbildungsbedingungen vor Ort informieren. Auch der neue Internetservice der IHK unter der Adresse www.ausbildung-ist-zukunft.de bietet den Mitgliedsunternehmen Hilfestellung.

Eine Broschüre informiert über das Gesamtangebot der IHK und kann telefonisch unter 0261/106-281 angefordert werden. Details lassen sich zudem im Internet nachlesen unter http://www.testfuerdielehre.de

Abkürzungen treten immer häufiger auf

‚U.A.w.g.‘ = ‚Um Antwort wird gebeten‘ oder ‚c/o = ‚in care of‘ sind nur zwei in der Korrespondenz gebräuchliche Abkürzungen, die man in den meisten Fällen zur Kenntnis nimmt, nicht versteht und versucht, sie aus der eigenen Logik heraus zu entschlüsseln. Es gibt noch zahlreiche andere Abkürzungen, die meist von umständlichen Bürokraten zur vermeintlichen Erleichterung geschaffen wurden. Nicht unüblich ist es auch, dass eine Kurzform für inhaltlich ganz verschiedene Begriffe steht. So steht zum Beispiel das ‚ZDF‘ nicht nur für das ‚Zweite Deutsche Fernsehen‘, sondern auch für den ‚Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks‘.

Für die ‚Abkürzungsopfer‘ gibt es Hilfe: viele Firmen bieten die Auflösung der Abkürzungsrätsel auf Internetseiten und in Büchern an. Der Dudenverlag hat beispielsweise nach sechs Jahren das ‚Wörterbuch der Abkürzungen‘ in der fünften und vollständig überarbeiteten und erweiterten Auflage herausgebracht. Das Duden-Taschenbuch enthält 50.000 nationale und internationale Abkürzungen sowie Kurzwörter mit ihren Bedeutungen und wurde um 10.000 Neuaufnahmen wesentlich erweitert. Diese Neuaufnahmen berücksichtigen hauptsächlich die ständig wachsende Zahl neuer englischstämmiger Kurzformen aus den Bereichen Computertechnik und den neuen Medien. Ein neuer Bestandteil des Abkürzungswörterbuches sind zudem 14 übersichtliche Listen, in denen die Abkürzungen verschiedener Sachgruppen zusammengestellt sind (z.B. Chemische Elemente, Doktorgrade oder Internetabkürzungen).

Eine weitere rasche Entschlüsselungsmethode von Abkürzungen bietet das Internet. Unter www.abkuerzungen.de muss einfach die Abkürzung eingegeben werden und die Seite zeigt die Entsprechung. Bei fremdsprachlichen Abkürzungen wird sogar die deutsche Übersetzung angezeigt.

Für alle, die immer schon mal wissen wollten, was ‚AküFi‘ heißt, sind diese Hilfen zur Entschlüsselung von Abkürzungen bestimmt sehr hilfreich und sparen Arbeitszeit und Nerven.

Weitere Informationen:
www.duden.de
www.abkuerzungen.de P.S. ‚AküFi‘ ist die Abkürzung für ‚Abkürzungsfimmel‘.

Internet-Verzeichnis für den Mittagstisch

Allen Gastronomiebetrieben, die den Mittagstisch als wichtigen Umsatzträger und als Werbemedium nutzen, auch mal abends vorbeizuschauen, kommt diese neue Internetpräsenz zugute. Ein Speisekarten-Generator mit verschiedenen Gestaltungsvorlagen hilft den kostenlos registrierten Gastronomiebetrieben bei der Erstellung einer professionell gestalteten Speisekarte. Diese steht zusammen mit der Anschrift und der Art des gastronomischen Angebotes in einem Online-Verzeichnis, auf das die Besucher der Seite mit Hilfe einer Suchfunktion, zugreifen können. Über ein Formular können die angebotenen Speisen zu einer vollständigen Mittagstisch-Speisekarte zusammengestellt werden. Somit haben die Betriebe den Vorteil, dass sie über eine professionell gestaltete Online-Speisekarte verfügen. Das Ergebnis kann man denn auch ganz einfach herunterladen, ausdrucken oder per E-Mail weiterleiten. Dieser Service soll sich durch Fremdwerbung auf den Mittagstisch-Speisekarten finanzieren. Auf allen Speisekarten sind zwei Anzeigenplätze vorgesehen.
Für Gastronomiebetriebe, an deren Mittagstisch noch ein Platz frei ist, ist diese Idee des Internetverzeichnisses www.mittagstisch-regional.de bestimmt sehr reizvoll. Leider sind noch recht wenige Gastronomen hier vertreten, wir finden jedoch, das ist eine gute Idee. Wir könnten uns jedenfalls sehr gut vorstellen, nach Eingabe eines Straßennamens die Mittagsmenüs im Umkreis von 10 Gehminuten zunächst per Internet zu begutachten und uns dann zu entscheiden.

Weitere Informationen:
www.mittagstisch-regional.de

Durchblick bei Digitalkameras – wieviel Pixel brauche ich?

Die Anzahl der Pixel gibt die Auflösung eines digitalen Bildes an. Grundsätzlich gilt, je mehr, desto besser. Dennoch sind Pixel nicht alles, Discount-Angebote protzen häufig mit ihrer Pixelangabe, das Ergebnis ist dann doch oft enttäuschend. Wer sich Bilder nur über den Fernseher oder PC-Monitor anschauen möchte, für den reicht eine Kamera mit 2 Megapixel. Wer seine Bilder auf (Foto-)Papier ausdrucken (lassen) will, benötigt je nach Bildformat mehr Pixel um eine gute Bildqualität zu erhalten. Die beliebten 10×15-Bilder gehen mit 2-3 Megapixel schon in Ordnung. Drei Megapixel und mehr werden z.B. bei A4-großen Drucken benötigt. Profiqualität würden wir derzeit bei 6 Megapixel sehen. Je größer die Reserve, desto besser kann ein Bild am PC in hoher Qualität vergrößert werden. Gerade wenn nur ein Ausschnitt benötigt wird, dieser aber vergrößert werden soll, sind mehr Pixel notwendig.

Wieviel Zoom ist opportun?
Wer keine großen Ansprüche an die Bildgestaltung stellt, der kommt mit einer Kamera aus, die mit einer festen Brennweite arbeitet. Wer dagegen auch mal weit entfernte Motive ablichten möchte, braucht eine Kamera mit einem Zoom-Objektiv, das die gewünschten Bilddetails stufenlos vergrößern kann.
Das optische Zoom vergrößert den Bildausschnitt ohne Qualitätseinbußen. Beim digitalen Zoom erscheint das Motiv auf dem Display auch größer – in Wirklichkeit wird aber nur ein Detail aus dem Sucherbild vergrößert. Dabei verschlechtert sich die Auflösung, da die Kamerasoftware die im Bildausschnitt enthaltenen Pixel auf die eingestellte Bildgröße hochrechnet. Die Auflösung und damit Bildqualität verringert sich mit jeder digitalen Zoomstufe.

Welche Dateiformate sind sinnvoll?
Digitalkameras verwenden üblicherweise eines von drei Formaten:
JPG oder JPE ist ein mit mehr oder weniger geringem Verlust komprimiertes Bild in standardisiertem Format. JPG-Dateien können sehr klein sein und werden von fast jedem Betriebssystem (und anderen Geräten) schon ohne Zusatzsoftware richtig dargestellt. Bei TIF, TIFF werden die Daten unkomprimiert gespeichert, sind daher verlustfrei, bleiben aber sehr groß. TIF ist ein weitverbreiteter Standard und kann auch Zusatzinformationen zum Bild speichern. TIF ist beliebt im professionellen Druckbereich und immer dann, wenn hochwertige Bilder abgelegt werden müssen. EXIF sind kameraeigene Speicherformate. Vorteil: Sie sind exakt auf die Möglichkeiten der Kamera abgestimmt. Nachteil: Es gibt nur wenig Softwareunterstützung.

Geschwindigkeit ist keine Hexerei
Die beste Kamera nützt nichts, wenn das Motiv davor schon wieder weg ist, sobald die Kamera endlich einsatzbereit ist. Achten Sie auf Geschwindigkeit: Wenn die Kamera erst langsam ‚booten‘ muss, sind Schnappschüsse ausgeschlossen. Dazu kommt die Zeit, bis der Autofokus sich eingestellt hat. Und dann gibt es noch die Auslöseverzögerung. Das Speichern und die schnellstmögliche Wiederverfügbarkeit nach einem Schnappschuss ist ebenfalls ein Kriterium, wo es auf jede Zehntelsekunde ankommt. Gute Kameras brauchen kaum Zeit zwischen zwei Fotos. Am besten machen Sie vor dem Kauf einen Geschwindigkeitstest.

Wie suche ich mein Motiv?
Die teuren Spiegelreflex-Kameras zeigen im optischen Sucher exakt das Bild, das auch an dem für die Bildaufzeichnung zuständigen CCD-Chip ankommt. Vorgeschaltete Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten sind exakt auch im Sucher repräsentiert. Einige Digicams haben statt optischem einen elektronischen Sucher, der aus einem LC-Display besteht.
Sucherkameras, deren Sucherbild am Objektiv vorbeigeführt wird, sind kleiner und wesentlich günstiger. Sie zeigen im Sucher allerdings nicht ganz exakt den Foto-Ausschnitt.
Das Display einer Digitalkamera kann nicht nur als Sucher beim Fotografieren dienen, sondern auch zum Betrachten der Bilder. Auch ch die Größe des Displays kann kaufentscheidend werden. Es muss groß genug sein, um das Bild darzustellen, und es muss auch das Menü für die Funktionen der Kamera zeigen. Achten Sie wegen des Stromverbrauchs darauf, dass es sich ausblenden lässt. Ein Display sollte auch bei strahlendem Sonnenschein zu gebrauchen sein. Nur bei fein aufgelösten Displays (z.B. 110 000 Pixel bei einer Größe von 1,5 Zoll) erscheinen die Motive und die gespeicherten Bilder gestochen scharf und in brillanten Farben.

Und der Papierabzug?
Digitalkameras produzieren normalerweise Bilder im Format 4:3, so wie vom Computermonitor oder TV-Bildschirm gewohnt. Analogkameras haben ein Verhältnis von 2:3. Beim Entwickeln sollten Sie deshalb beachten, entweder eine Ausschnittsvergrößerung schon am Computer zu machen oder dem Fotolabor entsprechende Hinweise zur Formatanpassung zu geben.

Weitere Informationen:
http://www.chip.de/c1_navseite_13652931.html?tid1=22988&tid2=0

Richtige Werbesprache für erfolgreiche Frauen

Zu viele Klischees, falsche Models, zu wenig Humor – 90 Prozent der insgesamt 200 befragten Top-Entscheiderinnen (weibliche Führungskräfte und Unternehmerinnen) wünschen sich in der Werbung ein anderes Frauenbild. Wenn Frauen in der Werbung angesprochen werden, dann meist über ein Klischee: Das der erfolgreichen Karrierefrau, der liebenden Hausfrau und Mutter, der nicht technikbegabten und nach Hilfe suchenden Frau. Die Mehrheit jedoch wünscht sich ‚geistreiche‘ Werbung mit ’normalen‘ Frauen, die ein ’neutrales Frauenbild‘ vermitteln. Erfolg von Frauen bedeutet auch nicht, dass stets die perfekte Karrierefrau in den Vordergrund gerückt werden soll. Unternehmen und Agenturen sollten mehr Mut aufbringen, statt perfekter Models auch ’normale‘ Frauen darzustellen. Die aktuellen und erfolgreichen Kampagnen von ‚Dove‘ und ‚Du darfst‘ zeigen durchaus, dass solche Leitbilder bei den Frauen ankommen. Besonders schlechte Noten ernteten die Macher von Technik-Anzeigen, die ohne Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Frauen bleiben. Was die Macher offenbar nicht bedacht haben: Gerade weibliche Führungskräfte mit Geld und Einfluss schätzen technische Produkte als Statussymbole und zeigen in diesem Bereich hohes Markenbewusstsein: So gaben die Studien-Teilnehmerinnen an, beim Kauf von Autos, Telekommunikationsprodukten und Hardware besonders auf die Marke zu achten. Viele Anzeigen verfehlen die Bedürfnisse und Ansprüche der weiblichen Zielgruppe. Dass Frauen bei technischen Produkten generell stärker auf Nutzen und Anwendungsfreundlichkeit Wert legen, ist inzwischen bekannt. Außerdem achten sie grundsätzlich mehr auf Texte. Deshalb sollten Firmen, die mit ihren Kampagnen Frauen erreichen wollen, klare Produktaussagen treffen, die Anzeigen übersichtlich strukturieren und mit humorvollen oder ironischen Headlines arbeiten, empfehlen die Experten. Die Prognose ist viel versprechend: Wer es schafft, Frauen als Konsumentinnen ernst zu nehmen, und eine gewisse Leichtigkeit – gepaart mit Ironie und Intelligenz – in seine Kampagne einzubringen, der wird im Wettbewerb um die Gunst der Frauen als Konsumentinnen die Nase vorne haben.

 

Reiselust der Deutschen ungebremst

Januar, Februar und Oktober und November sind neben der Hauptreisezeit im Sommer die immer häufiger bevorzugten Reisezeiten. Experten sehen in diesem Trend eine Entwicklung vor allem bei den Zielgruppen, die nicht mehr berufstätig sind. Von diesem Trend profitieren vor allem Fernziele. Die Empfehlung der Experten an die Anbieter: Fernziele im Sommer in die Werbung nehmen, denn hier lässt sich noch Potenzial ausschöpfen.

Pauschalreisen sind nach wie vor beliebt, Komplettbuchungen verzeichnen laut ADAC-Reisemonitor 05 einen leichten Zuwachs. Dennoch, der Löwenanteil der Urlauber – rund 60 % – hat seine Reise selbst organisiert, weil die Kunden glauben, hier am meisten Geld zu sparen. Reisebüros muss es also gelingen, den Kunden deutlich zu machen, dass ihre Kompetenz und Beratung bei der Auswahl der Reiseziele und die Buchung die geringen Mehrkosten der Reise wirklich wert sind. Die wachsende Bedeutung des Internet erleichtert allen Interessierten den Preisvergleich. Als stationäres Reisebüro sollten Sie Ihren Kunden Mehrwerte bieten, die sich nicht über das Internet abrufen lassen. Themenabende zu bestimmten Urlaubsregionen, mit Filmvorträgen beispielsweise, können Kunden auf ein Ziel einstimmen und die Bindung an das einladende Reisebüro verbessern.

Deutschland ist nach wie vor das beliebteste Reiseland, nicht nur für Kurzreisen. Rund ein Drittel der Befragten verbrachte seinen Haupturlaub in Deutschland. Aber auch Kurztrips sind nach wie vor gefragt. Spanien und Italien stehen auf der Beliebtheitsskala der deutschen Touristen an zweiter und dritter Stelle. Die wachsende Nachfrage nach deutschen Reisezielen steht in engem Zusammenhang mit den limitierten Reisebudgets. Nach Jahren des zweistelligen Umsatzwachstums wird sich der Reiseboom weiter abbremsen, rechnen die Experten. Ihr Tipp: Der Trend zu kürzeren Reisen wird sich verstärken, nicht die großen Urlaube, sondern lieber mehrere kleine sind künftig gefragt.

Immobilien: Informationen zum Hausbau für jedermann

‚Bauen mit Weitblick‘ heißt der neue Bereich auf der Webseite www.baufoerderer.de, der umfangreiche Informationen zu den Themen ‚Energieeinsparung‘, ‚Gesundheits- und Umweltschutz‘ sowie ‚Flexibles Bauen‘ bietet. Ob Neubau, Umbau oder Modernisierung – verbraucherorientierte Texte und zahlreiche Animationen geben wichtige Hinweise und Tipps.

Kommerzielle Interessen muss der Verbraucher hinter diesem Angebot nicht fürchten. Das Kooperationsprojekt der KfW Förderbank und des Verbraucherzentrale Bundesverbands garantiert, dass er sich unabhängig und unverbindlich informieren kann. Diesen Service wissen die Nutzer zu schätzen: seit März 2002 erkundigten sich mehr als eine Million Interessenten auf den Seiten des Bauförderers – angefangen bei der Eigenheimzulage, den Förderkrediten der Bundesländer und der KfW Förderbank bis hin zur Baufinanzierung, Bautechnik und zum Baurecht.

Weitere Informationen:
www.baufoerderer.de
www.vzbv.de

3,7 Mio. neue Bäder bis 2007?

Insgesamt 3,7 Mio. Bundesbürger planen bis 2007 eine Teil- oder Kompletterneuerung des Badezimmers. Vor allem in Mehrpersonenhaushalten ist der Wunsch nach einer Erneuerung besonders ausgeprägt. Zusätzlich planen 1,2 Mio. zumindest eine teilweise Erneuerung, während sich 6,1 Mio. auf eine moderate Badverschönerung beschränken. Für den Bad- und Sanitärhandel ergibt sich daraus eine große Aufgabenstellung: Mit individuellen Beratungskonzepten, gut und kundennah konzipierten Ausstellungsräumen können Handwerker und Handel die Kundenwünsche vorwegnehmen und so am bevorstehenden Boom partizipieren. Wichtig ist dabei, dass die Präsentation die unterschiedlich intensiven Maßnahmen berücksichtigt. Denn Kunden, die nur ein neues Möbel suchen, wollen nicht mit dem Angebot einer Kompletterneuerung ‚erschlagen‘ werden. Andererseits kann ein feinfühliges Angebot durchaus Begehrlichkeiten wecken und zu einer Ausweitung des Vorhabens führen. Generell empfiehlt die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), die gemeinsam mit der Messe Frankfurt die aktuelle Umfrage initiierte, den Verbrauchern die Entscheidung für ‚professionelle Rundumkompetenz‘ bei Planung, Beratung, Ausführung und Produkten. Für den Sanitärfachmann bedeutet dies: Er muss sich seinen Zielgruppen auch stärker präsentieren, damit man ihn zur gegebenen Zeit auch findet – nicht zuletzt auch in den GelbeSeiten.

Baumärkte: Kundenpotenziale verschenkt? Chance für serviceorientierten Fachhandel

Mit Segmentierung des Marktes und einer Neuausrichtung der Marktprofile ließen sich neue Kundenpotenziale erschließen und das Marktpotenzial könne deutlich gesteigert werden, prognostizieren die Experten. Das Geheimnis liege in der stärkeren Kundenorientierung und der Abstimmung auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden. So entspräche eine Differenzierung in die Segmente Discount, Nahversorger, ‚Alleskönner‘ und Service-Baumarkt und eine entsprechende Positionierung der Unternehmen weitaus mehr den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen. Diese Empfehlungen werden von den großen Baumarktunternehmen jedoch ‚in den Wind geschlagen‘. Stattdessen wird derzeit der Wettbewerb vor allem über den Preis ausgetragen. Rabattschlachten und anhaltende Verluste setzen die Branche weiter unter Druck. Dennoch setzen die Betreiber weiter auf Expansion vor allem mit großen Märkten. Nach Ansicht der Experten ist der Markt jedoch bereits übersättigt, ein Abbau der Fläche um mindestens 30 Prozent wird von den Wirtschaftsexperten als nötig erachtet.

Hinzu kommt, dass sich die Märkte aus Kundensicht kaum unterscheiden. Die räumliche Nähe ist aus Kundensicht das wichtigste Argument für die Wahl des Marktes, und dann erst mit großem Abstand Sortimentsauswahl und Preis. Im Fokus der Kundenkritik steht in erster Linie die schlechte Beratungsqualität bei allen Märkten. Und jeder dritte Kunde legt Wert auf zusätzliche Dienstleistungen.

Die nachhaltige Kritik an den Baumärkten und das strikte Festhalten der Untenehmen an ihrer Politik eröffnet dem Fachhandel neue Chancen, seine Nische zu finden. Mit Kundennähe, Service und Beratungsqualität könnte ihm die Profilierung gelingen, der sich die Großen verweigern.

Kostengünstig und effektiv: Virus-Marketing

Mit diesem Konzept arbeitet derzeit auch der US-Fastfood-Konzern McDonalds. In einem Werbespot während der SuperBowl wurde vor wenigen Tagen eine ‚Lunte‘ gelegt und die Zuschauer wurden auf die eigene Homepage gelockt. ‚Lockvogel‘ war eine Pommes Frites in der Form von Abraham Lincoln. Diese Kartoffel wird inzwischen bei Yahoo versteigert, das letzte bekannte Gebot lag bei 21.600 Dollar. Die im Spot kommunizierte und von McDonalds eingerichtete Website wurde innerhalb kürzester Zeit von mehr als 240.000 Usern besucht, die sich von diesem ‚Virus‘ anstecken ließen.

Das ist eines der Kennzeichen von Viralem Marketing: Die Botschaft breitet sich in Windeseile aus. Im Schneeballsystem wird die Message per E-Mail an Freunde und Bekannte geschickt, und es entsteht eine regelrechte ‚virale Welle‘. Die Methode ist effektiv und preiswert; sie funktioniert jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen: Man braucht ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung – etwas, worüber man gerne spricht. Im Internet wird sich die Botschaft schnell verbreiten, vor allem, wenn es ‚internet-taugliche‘ Produkte sind. Ein kostenloses Angebot dient dabei als Anreiz. ‚kostenlos‘ ist ein Schlüsselwort, das als Eye-Catcher fungiert. Wer sich dann auf diese Seite eingelinkt hat, lässt sich meist vom umfassenden und attraktiven Angebot verführen. Für die Verbreitung der Message ist eine einfache Handhabung, leichtes Kopieren oder schneller Download unbedingt erforderlich. Nur dann gelingt es, den Interessenten auch bei der Stange zu halten. Die Botschaft muss einfach und leicht verständlich sein. Vor allem aber gilt es, den Anwender zur Kommunikation aufzufordern. Erst durch seine Weiterempfehlung kann sich die Message verbreiten.

Die Praxis zeigt vielfältige Möglichkeiten, Virales Marketing zu praktizieren. Vom Versand von E-Cards, über Rezeptversand oder die Weiterleitung von Texten, über Partnerprogramme, die eine Belohnung für die Empfehlung versprechen, bis bin zu Linktausch oder geschlossenen Webringen (Websites, die sich gegenseitig weiter empfehlen), sind vielfältige Variationen denkbar.

Auch die Gastronomie, deren Hauptaugenmerk ja auf dem tatsächlichen und weniger den virtuellen Besuch der Gäste liegt, kann Virales Marketing für sich nutzen – über den Versand von Gutscheinen, über die Einrichtung von wechselnden Aktionsseiten, die wiederholte Besuche stimulieren. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Je kreativer die Idee, um so größer die Wirkung.

Jedoch gilt es dabei folgendes zu bedenken: Ist die Message einmal abgesetzt, entzieht sich der weitere Verlauf der ‚Epidemie‘ der Kontrolle der Initiatoren. Unerwünschte Effekte lassen sich dabei wenig steuern. Das eingangs erwähnte Moorhuhn beispielsweise sollte eine Zielgruppe über 30 ansprechen, landete aber vor allem auf den Bildschirmen der unter 18-Jährigen – eine Zielgruppe, die mit Alkoholwerbung gar nicht angesprochen werden darf. Es gilt also, die Entwicklung genau zu beobachten und rechtzeitig Maßnahmen vorzubereiten, mit denen notfalls eingegriffen werden kann. Und die ursprüngliche Botschaft und die damit verbundenen Tools sollten sich regelmäßig erneuern, damit sie sich nicht tot laufen. Denn nichts ist schlimmer, als eine Information, die sich längst überlebt hat.

Mehr Informationen finden Sie unter:

The Virus of Marketing von Jeffrey Rayport, Fast Company
Jeffrey Rayport hat hier 6 Regeln erfolgreichen Viralen Marketings formuliert:
1. Tarnung beim Markteintritt
Im Gegensatz zu einfach mehr Werbung, funktioniert Virales Marketing unter der Tarnkappe einer anderen, nicht in Beziehung mit dem eigentlichen Marketingziel stehenden Aktivität oder Produkt.
2. ‚Bezahlt‘ wird später – zunächst ist alles kostenlos.
3. Die Zielgruppe selbst muss die Botschaft verbreiten. Es gilt also, die Botschaft so zu verpacken, dass sie ins Herz der Zielgruppe trifft und automatisch weiterverbreitet wird.
4. Geben Sie sich als Gastgeber – nicht als Virus.
5. Nutzen Sie die Stärke lockerer sozialer Kontakte
Gemeint ist, dass sich virale Botschaften schneller über Menschen mit vielen eher lockereren Kontakten verbreiten als über Menschen mit tiefgehenden festen Kontakten.
6. Investieren Sie solange, bis die kritische Masse erreicht ist.
Die kritische Masse wird nicht von heute auf morgen erreicht – es dauert, bis aus einer kleinen Botschaft eine Epidemie wird. Aber dann zahlt es sich aus.