Azubi-Suche einmal anders

Bewerbungsmappen und Bewerbungsgespräche bilden oft nur einen der letzten Bausteine bei der Suche nach geeigneten Bewerbern für einen Ausbildungsplatz. Auch Angebote von Praktika bringen meist nicht die ‚richtige Ausbeute‘ an geeigneten potenziellen Mitarbeitern.

Von erfreulichen Erfolgen berichten Unternehmen, die wiederholt Abschlussklassen der relevanten Schulen zu Informationszwecken in die Betriebe eingeladen haben. So lässt sich beispielsweise mit einem ‚Tag der offenen Tür für die Jugend‘ ein umfassender Informationstag gestalten, an dem sich die Jugendlichen in allen Bereichen des Unternehmens über Arbeitsinhalte, Zukunftsaussichten und Karrieremöglichkeiten informieren können. Jeder Betrieb hat so die Möglichkeit, den Schülern nicht nur die Arbeit als solche, sondern auch die Bedeutung der Arbeit für Kunden und Gesellschaft deutlich zu machen. Je informativer und attraktiver dieser Aktionstag gestaltet wird, um so größer die Chance, bei den Jugendlichen echtes Interesse zu wecken.

Der Ausbilder erhält so Gelegenheit, aus zahlreichen Besuchern die herauszufiltern, die mit gezielten Fragen und entsprechendem Verhalten ihr Interesse und potenzielles Engagement zeigen. Zum ‚Tag der offenen Tür für die Jugend‘ sollten Sie alle Abschlussklassen der relevanten Schulen im Umkreis einladen. So besteht für viele potenzielle Bewerber die Chance, an einem Tag den Betrieb und die Ausbilder kennen zu lernen.

Unterschätzen Sie auch nicht das positive Echo, das ein solcher ‚Tag der offenen Tür für die Jugend‘ nicht nur in den Schulen und bei den Jugendlichen, sondern auch bei deren Eltern – die möglicherweise wiederum Ihre Kunden sind – hervorrufen wird. Ein solcher Event ist auch Thema für die Presse, zeigen Sie doch Interesse und Engagement für die Jugend und Ihren Standort – laden Sie also auch die Lokalpresse ein.

Ein besonderer Event speziell für Mädchen ist der bundesweite Girls Day – der Mädchen-Zukunftstag: Am 28. April 2005 ist wieder Girls Day. Ziel ist es, Schülerinnen Einblick in Berufsfelder zu bieten, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. In erster Linie bieten technische Unternehmen und Abteilungen, sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen am Girls Day Veranstaltungen für Mädchen an. Anhand von praktischen Beispielen erleben die Teilnehmerinnen in Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann. Durch persönliche Gespräche mit Beschäftigten können die Mädchen ihren Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern. Unternehmen, die erfolgreich spezielle ‚Mädchen-Tage‘ realisierten, verzeichnen einen steigenden Anteil junger Frauen in technischen und techniknahen Berufen.

Sorgen Sie dafür, dass jeder Jugendliche Ihr Unternehmen in guter Erinnerung wieder verlässt. Wie wäre es mit einer Überraschungstüte, die nicht nur ein kleines Werbegeschenk enthält, sondern mit einem Flyer zu aktiver Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aufruft und gleich den richtigen Ansprechpartner nennt.

So wird der ‚Tag der offenen Tür für die Jugend‘ zu einem Erlebnis und einem Erfolg für beide Seiten.

Haben Sie schon über Email-Verschlüsselung nachgedacht?

Auch wenn Sie nichts zu verbergen haben: Neben der Tatsache, dass in diesem Fall wieder einmal die Kosten hoheitlicher Aufgaben auf die Privatwirtschaft übergewälzt wurden – die Provider mussten nicht unerhebliche Investitionen tätigen – scheint sich in Zeiten von ‚Big Brother‘ niemand mehr für den Datenschutz zu interessieren, obwohl sich schon mal das ganze Volk gegen eine vergleichsweise harmlose Volkszählung erfolgreich zur Wehr setzte.
Jedenfalls wieder mal Anlass, den privaten und geschäftlichen Email-Verkehr im Unternehmen und die zugehörigen Regelungen unter die Lupe zu nehmen. Der Bitkom hat einen Leitfaden für die Behandlung von Email und Internet im Unternehmen herausgegeben, der sehr ausführlich auf Problemkreise wie dienstliche und private Nutzung von Email und Internet, Datenschutzgesetz, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen eingeht und Handlungsoptionen aufzeigt. Zum Thema Verschlüsselung des Email-Verkehrs gibt es eine Kurzinformation des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik BSI, die allerdings hauptsächlich an Behörden und die ‚geheimnisbetreute Wirtschaft‘ gerichtet ist. Wer sich jedoch mit verschlüsselten Emails besser fühlt, den interessiert vielleicht das Open Source Projekt Ägypten bzw. Ägypten2, das eine offene und herstellerunabhängige Verschlüsselungstechnologie zum Ziel hat.

Rechnung muss verständlich sein

Das Gericht wies die Zahlungsklage eines Bauunternehmers ab. Der Kläger wollte noch offen stehenden Lohn einklagen. Dem hatte der Bauherr entgegengehalten, es fehle an einer nachprüfbaren Schlussrechnung. Ihm fehle die Aufschlüsselung der einzelnen Arbeitsstunden. Die Zahlungsforderung sei daher nicht schlüssig.

Nach Auffassung der Richter wird der Anspruch erst mit der Schlussrechnung fällig; die bloße Bauabnahme durch den Bauherrn genüge nicht. Die Richter betonten zudem, dass die Schlussrechnung so aufgestellt und gegliedert sein müsse, dass der Bauherr ihre sachliche und rechnerische Richtigkeit überprüfen könne. So müsse zum Beispiel bei Bezahlung auf Stundenlohn-Basis erkennbar sein, welche Arbeiter an welchen Tagen wie viele Stunden gearbeitet hätten (Az.: 26 U 77/03).

Ihre Kunden haben also Anspruch auf eine detaillierte und nachvollziehbare Rechnung. Für Handwerker, die service- und kundenorientiert arbeiten, eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Übrigens: Weisen Sie in Ihrem eigenen Interesse bei Rechnungen an Privatleute auf der Rechnung auf die seit 1.8.2004 bestehende Pflicht zur zweijährigen Aufbewahrung hin. Wo keine Belege vorgelegt werden können, muss die Annahme gelten, es wurde schwarz gearbeitet.

Weitere Informationen:
www.bundesfinanzministerium.de
s.a. unser Newsletter September 2004

Profi-Wissen für Gewerbemieter

Der 52 Seiten starke Ratgeber wird von DeTeImmobilien, einem der größten deutschen Immobiliendienstleister, herausgegeben. Er versucht in fast allen Kapiteln, den Lesern Ratschläge zu geben, um im Gebiet der Gewerbeimmobilien kein unnötiges Geld auszugeben. Dies sieht man beispielsweise an den Hinweisen auf die notwendigen, aber auch unproduktiven ‚Verkehrsflächen‘, ‚Nebenflächen‘ und den ‚anteiligen Flächen‘, die es so klein wie möglich zu halten gilt.

Die Autoren informieren über viele Details, verlieren dabei aber nicht den Blick auf das Wesentliche. So geben sie Antworten auf Fragen, die sich viele Mieter bisher selbst noch nicht gestellt haben. Der Ratgeber erklärt auch die vielen Kürzel der Immobiliensprache wie ‚MF‘, ‚BGF‘ oder ‚NGF‘, wodurch er Immobilien-Laien den ersten Schrecken nimmt.

Auch geht der Ratgeber auf die erst kürzlich verabschiedeten Gesetzesänderungen der Arbeitsstättenverordnung für Unternehmer im produzierenden Segment ein. Diese beinhaltet für viele Unternehmer sogar Erleichterungen, welche das Buch in einer hilfreichen Gegenüberstellung der alten und neuen Regelungen aufweist.

Sehr lobenswert ist die Abschlussempfehlung zum eigenen Anbietervergleich des Ratgebers, der einen fairen Wettbewerb am Markt zulässt und sich nicht nur an einem Anbieter orientiert.
Der Ratgeber im handlichen Westentaschenformat geht sehr genau auf die Bedürfnisse von Entscheidern ein, die Immobilien als Büro, Handels-, Lager- oder Produktionsflächen nutzen. Er gibt viele Tipps, um bei Immobilien eine Menge Geld zu sparen. Und welcher Unternehmer kann es sich in wirtschaftlich sehr klammen Zeiten erlauben, nicht jedem ernstgemeinten Tipp nachzugehen, um finanziell Einsparungen zu erzielen. Das Buch ist unter 0800 / 7711 841 kostenfrei bestellbar.

Autokauf – die Werbung machts

Die Wechselbereitschaft der Deutschen beim Autokauf wurde lange Zeit offenbar deutlich unterschätzt. Rund ein Drittel der Autokäufer, so ergab eine Studie im Auftrag der Gruner + Jahr Mediaforschung und der IP Deutschland, haben sich vor ihrem endgültigen Kauf noch einmal umentschieden. Nur 14 Prozent der Kaufplaner standen unerschütterlich zu Typ und Marke des geplanten Fahrzeugs, so die repräsentative Panelstudie in der jeweils über 1.600 PKW-Kaufplaner zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden. Beachtenswert ist außerdem: je jünger der Käufer, um so höher die Wechselbereitschaft. Bei den unter 35-Jährigen lag die Bereitschaft umzusteigen sogar bei 67 Prozent.

Die Botschaft ist klar: Die Kaufentscheidung ist bis kurz vor dem Kauf noch durch Werbung beeinflussbar. Dabei zeigt sich, dass eine auf ein spezifisches Modell bezogene Werbung weitaus wirksamer ist, als eine Dachkampagne des Herstellers. Diese Erkenntnisse verdeutlichen auch die großen Chancen der Autohändler vor Ort. Wenn es ihnen gelingt, ihre Kunden innerhalb der letzten drei Monaten vor dem Kauf eines neuen Fahrzeugs mit einer geeigneten Modellwerbung zu erreichen und ihr Vertrauen in dieses Modell zu festigen, kann sich die Werbung direkt auf ihren Umsatz auswirken.

Unterstützt werden sollte die absatzfördernde Werbung durch kontinuierliche Information, die beispielsweise über das Internet bereit gestellt wird. Laut Studie besuchen rund 52 Prozent der Befragten die Internetseite des Herstellers. Mit zusätzlichen Mitteln, z.B. attraktiven Gewinnspielen, kann auch ein lokaler Händler die potenziellen Kunden auf seine Internetseite locken. Je interaktiver die Seite gestaltet ist, und je interessanter die Informationen zur Marke und zum Modell, um so größer die Chance, dass eine entsprechende Kaufentscheidung fällt. Werbung und Information sind gerade in den letzten Wochen vor der endgültigen Entscheidung das Zünglein an der Waage.

Mehr Informationen:
www.guj.de
www.ip-deutschland.de